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Mondknoten
aus tiefenpsychologischer Sicht von AKRON
Die Mondknoten sind die Schnittpunkte von Ekliptik und Mondbahn, die
sich durch den Tierkreis bewegen. Sie stellen somit keine sichtbare
Präsenz am Himmel, sondern lediglich eine symbolische Größe in den
Berechnungen dar, deren Bedeutung man nicht überschätzen sollte,
auch wenn sie in der Bilderwelt der karmischen Astrologie die zwölf
Wege darstellen, die von der Seele auf der Höhe ihrer inneren
Bestimmung deckungsgleich begangen werden können.
Der absteigende (südliche) Mondknoten (indisch: Ketu) symbolisiert die
Vergangenheit, die von der Seele in der Gegenwart wieder ausgelöst
wird, also das Regredieren in vertraute Situationen und alte
Erfahrungsmuster, die sich in der Seele festgefressen haben. Die
Karma-Astrologie spricht hier von früheren Leben.
Im Gegensatz dazu weist der aufsteigende (nördliche) Mondknoten
(indisch: Rahu)
in die Zukunft. Er zeigt die einzuschlagende Richtung an und
symbolisiert damit die Themen, die gegensätzlich zu den Ebenen
stehen, die im südlichen Mondknoten vorgegeben sind, denn hier
werden Aufgabenstellungen angesprochen, die dich einladen, aus der
gewohnten Sicherheit deiner alten Prägungen auszubrechen und dir auf
deinem Individuationsweg all das zu erkämpfen, was dir zu einer
vollständigeren Persönlichkeit noch fehlt.
Wir können die Mondknotenachse deshalb als eine Entwicklungsrichtung
betrachten, die vom südlichen Mondknoten (Ketu) zum nördlichen (Rahu)
führt. Das Haus, in dem der aufsteigende Mondknoten steht, zeigt die
Thematik im Leben, die es zu integrieren gilt. Dagegen steht der
absteigende Mondknoten im gegenüberliegenden Haus für Vorstellungen,
Bereiche und Verhaltensweisen, von denen man sich lösen muß.
Das Wissen um die Stellung des aufsteigenden Mondknotens im Horoskop
kann uns den Weg weisen und möglicherweise große Umwege ersparen. ©
AKRON
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