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Der Länge wegen wurden nachstehende
Texte zum Teil gekürzt und die Vorworte zu den einzelnen
Themen weggelassen.
Das Vergleichshoroskop -
Eine psychologische Interpretation
Sonne Partner Skorpion
Richard hat
als Skorpiongeborener innerhalb von Partnerschaften stets
mit der schwankenden Einstellung zwischen grenzenloser
Abhängigkeit und dem Wunsch zu bestimmen, zu kämpfen. Er hat
oft Angst, von anderen manipuliert zu werden. So ist er
innerhalb von Partnerschaften einerseits zuverlässig, treu
und leidenschaftlich, andererseits aber auch
besitzergreifend und eifersüchtig. Richard ist bereit, sich
ganz für eine Partnerschaft einzusetzen und sich Ihnen bis
zu einem bestimmten Maß anzupassen. Er erwartet aber von
Ihnen unbedingte Treue und Verlässlichkeit.
Richard ist sehr sensibel und spürt rasch, wenn Sie etwas
auf dem Herzen haben. Er hat jedoch Mühe, seine eigenen
Anliegen zu formulieren, in der Erwartung, Sie seien genauso
feinfühlig und intuitiv wie er und Sie würden ihn sicher
darauf ansprechen, was ihn beschäftigt.
Vor allem dann, wenn Richard sich von Ihnen hintergangen
oder tief verletzt fühlt, kann er Gefühle des Hasses und der
Abneigung entwickeln, welche in einem offenen, heftigen
Streit enden können. Auch hier ist die Ursache im Unvermögen
Ihres Partners zu suchen, zum richtigen Zeitpunkt frei und
offen mit Ihnen über seine Gefühle und Probleme zu sprechen.
Diese Zurückhaltung in der freien Selbstäußerung liegt in
der unbewussten Angst von Richard, sich eine Blöße zu geben
und den Mitmenschen damit Macht über sich selbst zu
verleihen. Seine Gefühle sind nicht ganz unberechtigt und es
ist wahr, dass wir verwundbar werden, wenn wir den andern
unsere innersten Regungen und Schwächen offenbaren.
Anderseits kann erst durch die Öffnung unseres Innersten
eine echte Freundschaft und damit Partnerschaft entstehen.
Es geht hier für Richard darum, die Angst abzubauen, immer
verletzt zu werden und Vertrauen in die eigene Fähigkeit zu
finden, mit dieser Verletztheit umgehen zu können und zu
erkennen, dass Sie ihn nicht absichtlich verletzen wollen.
Ihre (Liz) Sonne in Fische
So leicht,
wie Sie vom Glück der Liebe hinweg getragen werden,
verlieren Sie sich in Beziehungen. Sie geben alles für Ihre
Partnerschaft - und manchmal noch mehr als das. Dies kann
schnell zu einem Gefühl der Traurigkeit und des Alleinseins
führen. Wo Sie so viel von sich selbst aufgeben, erwarten
Sie zwangsläufig die gleiche vorbehaltlose Selbsthingabe von
Richard. Während Ihnen dies keinerlei Mühe bereitet, kann
dies für Richard schlicht eine Überforderung bedeuten. Dabei
fordern Sie nicht etwa ein, was Sie für sich selbst
wünschen, sondern neigen dazu, noch mehr zu geben, wo Sie
den Eindruck nicht loswerden, zu wenig Aufmerksamkeit und
Liebe zu erhalten. Gerade so, als wollten Sie Richard damit
zeigen, wie sehr Sie ihn lieben und dass dies doch auch der
Gegenliebe wert sei. Dieses Verhalten wird jedoch mit großer
Wahrscheinlichkeit von Richard missgedeutet als Ihr
ursprünglichstes Bedürfnis, für andere da zu sein und sich
selbst zu verschenken. Obwohl dies tatsächlich ein Wesenszug
von Ihnen ist, sind auch Sie nicht unerschöpflich und
benötigen von Zeit zu Zeit einen Fluss der Liebe von Ihrem
Partner zu Ihnen.
Sie leben in der unbewussten Grundhaltung, alle Menschen
wären so freigiebig mit Gefühlen, Verständnis, Nachsicht und
Wohlwollen, wie Sie dies gegenüber anderen Menschen sind,
was jedoch keineswegs der Realität entspricht. Vielmehr
versuchen alle Menschen, so wie Sie, trotz Ihrer selbstlosen
Grundanlage auch, nicht nur zu geben, sondern in erster
Linie Liebe, Zärtlichkeit und Zuwendung zu erhalten. Wir
könnten sogar sagen, dass jeder Mensch eine ihm eigene
Methode einsetzt, um zu diesem Ziel zu gelangen. Die
Schwierigkeiten, die hier entstehen können, liegen weniger
in diesem Grundbedürfnis und diesem Grundverhalten, als
vielmehr in den Missverständnissen, die daraus erwachsen
können. Durch vermehrte Offenheit und bewusste, klare
Formulierung der eigenen Bedürfnisse können Sie erreichen,
dass Sie gegenüber Richard nicht stets eine Rolle von
Anpassung und Dienstbarkeit einnehmen müssen. Möglicherweise
und wahrscheinlich schenkt Ihnen Richard seine Liebe auch
dann, wenn Sie nicht alles und noch mehr von sich selbst
aufgeben.
Mond Konjunktion Sonne
Richard
versteht es, auf Ihre seelischen Bedürfnisse einzugehen. Sie
spiegeln ihm die eigene Seele wider, die Ergänzung, nach der
er - nach der alten griechischen Weisheitslehre - während
des ganzen Lebens sucht.
Egal, welche Aspekte sonst noch auf die Sonne Ihres Partners
fallen, er kann sich Ihrer Liebe sicher sein. Zwischen Ihnen
besteht eine tiefe Übereinstimmung von Geist und Seele. Es
ist, als würden Sie einander schon lange kennen und es kommt
nicht selten vor, dass Sie sich gegenseitig darin
übertreffen, die Gefühle und Wünsche des anderen zu kennen,
noch ehe diese ausgesprochen sind.
Die innige Verbindung, die durch diesen Aspekt angezeigt
ist, weist zwar nicht auf eine problemfreie Beziehung hin,
doch ist hier die Basis gelegt, sich gegenseitig Liebe und
Achtung zu schenken. Sie neigen dazu, sich an Richard
anlehnen zu wollen und Geborgenheit und Wärme zu suchen.
Dies kann leicht zu einer Abhängigkeit innerhalb Ihrer
Beziehung führen, die von beiden jeweils genährt wird. Für
Sie ist es daher wichtig, dieses Gefühl der Geborgenheit in
Ihrer Beziehung zu Richard erfahren zu können, gleichzeitig
aber auch die Verantwortung für Ihre innere Ausgeglichenheit
und das eigene Gleichgewicht selbst zu übernehmen. Dank der
tiefen Verbundenheit dürfte es wohl keinem von Ihnen
auffallen, wie sehr Sie gegenseitig auf die Gegenwart und
Aufmerksamkeit des anderen angewiesen sind. Die Gewissheit
der Liebe des anderen verführt leicht dazu, von der
Unveränderbarkeit dieser Gefühle überzeugt zu sein. Krisen
jedoch tauchen in jeder Beziehung auf und so ist es wichtig,
dass Sie sich nicht gänzlich darauf verlassen, dass Richard
immer dann zur Stelle ist, wenn es Ihnen danach zumute wäre.
Durch die enge Verbundenheit erleben Sie oft gemeinsames
Glück, aber auch gemeinsames Leid. Es hängt in schwierigen
Zeiten stark von der Standfestigkeit der individuellen
Persönlichkeit in der Partnerschaft ab, ob derartige Phasen
Sie auseinander- oder noch stärker zusammenführen werden.
Sonne harmonisch Venus
Sie verspüren
eine zärtliche Zuneigung zueinander und den gegenseitigen
Wunsch, den Anderen zu fördern, zu unterstützen, das Leben
gemeinsam zu genießen und zu verschönern. Gern wenden Sie
sich den kulturellen, festlichen Seiten des Lebens zu. Der
Alltag ist für Sie nicht nur Alltag, sondern immer auch
Anlass zum Verwöhnen und zum gegenseitigen Bezeugen Ihrer
Liebe und Freundschaft, die Sie füreinander empfinden.
Selbst wenn schwierige Konstellationen in Ihrem
Partnervergleichshoroskop auf tiefer liegende Uneinigkeiten
zwischen Ihnen hinweisen sollten, werden Sie sich doch
gegenseitig nur schwer Vorwürfe machen können. Zu tief ist
Ihre gegenseitige liebevolle Zuneigung und zu stark der
Wunsch, den Anderen glücklich und zufrieden zu sehen.
Es fällt Ihnen schwer, Richard einen Wunsch abzuschlagen
oder ihn mit einem 'Nein' zu enttäuschen. Lieber nehmen Sie
beide persönliche Einschränkungen oder Belastungen auf sich,
als dass Sie dem Anderen etwas zumuten. Dies zeigt sich
nicht nur in alltäglichen Dingen, sondern auch, wenn es
darum geht, in Belastungssituationen oder Krisen über
längere Zeit hinweg füreinander einzustehen und gemeinsame
Schwierigkeiten zu überwinden.
Jupiter dynamisch Sonne
Richard
findet bei Ihnen nicht immer die Anerkennung, die er sich
wünschen würde. Er fühlt sich von Ihnen oft überfordert und
in einem Maße kritisiert, das ihm nicht gerechtfertigt
erscheint. Es können so in Ihrer Partnerschaft Konflikte
entstehen, bei denen das Hauptthema die gegenseitigen zu
hohen Erwartungen aneinander sind. Häufig fühlen sich beide
leicht kritisiert, nicht richtig verstanden, ja oft vom
Anderen übergangen und zurückgesetzt.
Sie fühlen sich durch Richard wahrscheinlich oft
eingeschränkt. Durch seine Art, sich durchzusetzen,
Überzeugungen zu vertreten und Prioritäten im Leben zu
setzen, fühlen Sie sich dazu veranlasst, ihn auf die
vermeintlichen Ungerechtigkeiten hinzuweisen. In
Wirklichkeit dürfte es so aussehen, dass Sie beide nicht
immer die gleiche Überzeugung vertreten und gleichzeitig die
Erwartung hegen, vom Anderen in der eigenen Meinung nicht
nur respektiert und ernst genommen, sondern auch unterstützt
zu werden.
Auf einer psychologisch tieferen Ebene ist hier die Aufgabe
angezeigt, dass Sie lernen müssen, Ihr Vertrauen in die
Menschen wieder zu finden, ebenso wie Sie Ihr Wertesystem
neu überdenken müssen. Sie beide sollten offen miteinander
reden und ehrlich zueinander sein, damit kein Misstrauen
aufkommen kann, was unter dieser Konstellation leicht der
Fall ist. Dabei geht es weniger um das Vertrauen in die
Liebe Ihres Partners, als vielmehr um das Vertrauen in
dessen Zuverlässigkeit.
Richard neigt aus Ihrer Sicht gesehen dazu, von einer
selbstherrlichen Haltung aus zu denken und zu handeln, was
so falsch wahrscheinlich nicht ist. Die damit verbundene
Eigensinnigkeit kann dazu führen, dass Sie ihn als stur und
uneinsichtig betrachten. Von dieser Haltung gilt es für Sie
wegzukommen. Sie müssen lernen, sich nicht als Richterin
über Ihren Partner oder allgemeiner über andere Leute zu
stellen, auch wenn Sie der Überzeugung sein mögen, im Recht
zu sein und die Fehler der anderen genau zu erkennen.
Pluto harmonisch Sonne
Sie üben eine
starke Anziehungskraft aufeinander aus und verspüren eine
enge Verbundenheit zueinander. Sie streben danach, sich
gegenseitig zu unterstützen und zu fördern. Ihre Interessen
treffen sich nicht nur im Bereich der alltäglichen
Beziehung. Sie streben gemeinsam nach Zielen, die über das
Durchschnittliche hinausgehen und regen sich gegenseitig zu
einer selbstbewussten Umgangsweise mit den anderen Menschen
an. Sie verstehen es, sich gegenseitig zu stärken. Wenn es
darauf ankommt, sind Sie in füreinander da. Ihre
gegenseitige Bereitschaft, sich ganz in die Beziehung
einzulassen, fördert eine längerfristige Partnerschaft und
lässt Sie auf einander vertrauen.
Der Aszendent
Der Aszendent
weist auf eine Art und Weise unseres Verhaltens in der
Umwelt (Selbstverwirklichung) hin. Er zeigt uns, wie wir auf
Umweltpersonen (somit auch auf den Partner oder die
Partnerin) reagieren. Der Aszendent ist der eigentliche
Punkt der Begegnung mit der Umwelt. An diesem Punkt bringen
wir unsere Bedürfnisse zum Ausdruck und versuchen, unsere
Stellung in der Umwelt zu behaupten und uns zu integrieren.
Der Deszendent, der Oppositionspunkt zum Aszendenten, weist
darauf hin, wie wir die Umwelt erleben und erfahren, welche
unbewussten Erwartungen wir an die Mitmenschen hegen.
Aszendent Partner Löwe
Richard tritt
mit einem gewissen Stolz in dieses Leben und begegnet seinen
Mitmenschen mit Selbstachtung und Würde. Es bedeutet ihm
viel, dass er von anderen Menschen respektiert wird und dass
seine persönliche Abgrenzung und Freiheit unangetastet
bleiben. Dabei kann Richard ein guter Freund und Kamerad
sein, der nicht müde wird, für Sie da zu sein, sich um Ihr
Wohl zu kümmern und mit Ihnen gemeinsam das Leben genießen
zu wollen. Richard geht oft mit einer erstaunlichen
Meisterschaft vor, wenn es darum geht, dem Leben einen
Genuss abzugewinnen, sich die Freizeit genussvoll zu
gestalten. Hinter der scheinbaren äußeren Sicherheit und
Selbstverständlichkeit der Selbstbestimmung von Richard
verbergen sich zum Teil aber auch vorhandene Unsicherheiten
und Gefühle der Unzulänglichkeit. Besonders dort, wo er
vehement auf eine eigenständige Lebensführung beharrt, sich
leicht bevormundet oder eingeengt fühlt oder sich gegen
unerbetene Ratschläge zur Wehr setzt, dürften sich
verdrängte Gefühle der Abhängigkeit verbergen, die solange
ihre Wirkung zeigen können, als Richard sich diese nicht
eingesteht. Dies könnte sich insofern für ihn lohnen, als er
sich dadurch davon befreien könnte, oft eine
Verteidigungshaltung einzunehmen, der es anderen Menschen
schwer macht, einen warmen und direkten Zugang zu seiner so
gut zurückgehaltenen Innenwelt zu finden. Zu der eigenen
Schwäche und dem eigenen Angewiesensein auf die
Unterstützung anderer Menschen zu stehen, bedeutet
eigentliche Stärke. Sich über diese hinwegzusetzen, sich
selbst glauben zu machen, die anderen Menschen nicht nötig
zu haben bzw. ein Selbstbewusstsein zu entwickeln, welches
scheinbar losgelöst von der Anerkennung anderer Menschen
ist, bedeutet immer, sich der Gefahr auszusetzen, plötzlich
allein zu sein bzw. sich allein und verlassen zu fühlen,
obwohl Sie da sind und oft vielleicht allzu gern einmal
Verantwortung übernehmen würden.
Zu sehr kann vielleicht schon das Selbstbild von Richard
sein Verhalten in der Umwelt beeinflusst haben, als dass er
sich eine derartige Hingabe an Sie vorstellen könnte, ohne
Angst vor der damit scheinbar verbundenen Einbuße an
Kontrolle und Macht über sich selbst und den Verlauf der
Beziehung zu entwickeln.
Wenn Richard lernt sich einzulassen, ohne stets auf
Kontrolle über sich selbst und die Beziehung zu beharren,
wird er feststellen, dass ihm allein aufgrund seiner
persönlichen Ausstrahlung und seiner Bereitschaft,
kameradschaftlich und freundschaftlich mit anderen Menschen
umzugehen der Respekt gezollt wird, den er berechtigterweise
erwartet.
Ihr Aszendent in Schütze
Die
Bestimmtheit und Zielstrebigkeit, die Sie an den Tag zu
legen vermögen, wenn es darum geht, sich eine neue
Bekanntschaft zu 'erobern', stimmt weitgehend mit Ihrem
allgemeinen Lebensgefühl überein, wonach einem im Leben
nichts geschenkt wird und jeder seines eigenen Glückes
Schmied ist. Doch nicht immer verhält es sich so, vor allem
innerhalb von Beziehungen ist oft Zurückhaltung die bessere
Beraterin als stürmisches Vorwärtsdrängen und
Erreichen-wollen eines Zieles um jeden Preis. Sicherlich ist
Ihnen Ihre innere Gewissheit der Richtigkeit und der
Lauterkeit Ihrer Absichten eine große Hilfe, wenn es im
Leben darum geht, hochgesteckte Ziele zu erreichen, oder
auch andere Menschen durch Ihre Überzeugungskraft
mitzureißen. Innerhalb von Partnerschaften jedoch bedarf es
auch der bedachten Zurückhaltung, des Einfühlens in die
Wünsche, Vorstellungen, Hoffnungen und auch in die Ängste
des Partners, wollen Sie sich nicht plötzlich mit der
unliebsamen Tatsache konfrontiert sehen, dass Sie allein es
sind und waren, die sich überdurchschnittlich für die
Beziehung eingesetzt hat und Erwartungen hegte, die
vielleicht nie in diesem Maße erfüllt werden, wie Sie sich
dies vorstellten.
Leicht können Sie sich dadurch enttäuscht oder sogar hinters
Licht geführt fühlen, obwohl dem mit größter
Wahrscheinlichkeit nicht so ist. Sie rechnen von Ihrem
Standpunkt aus gesehen damit, dass Richard genauso viel
Interesse an Ihrer Beziehung in der Form, wie Sie sich diese
vorstellen, haben müsse. Möglicherweise aber hegt Richard
ganz andere Vorstellungen, ohne dies aber so klar zum
Ausdruck bringen zu können wie Sie. Daher ist es ratsam,
nicht nur die eigene Überzeugung einzubringen, sondern auch
hinzuhören und zu versuchen, der Lebenswirklichkeit Ihres
Partners Raum zu lassen, worauf Sie gemeinsam daran gehen
können, eine Partnerschaft zu entwickeln, die langfristig
gesehen Ihren eigenen Interessen und Vorlieben genauso viel
Rechnung trägt, wie denjenigen von Richard.
Vielleicht erachten Sie es auch für notwendig, in der
Partnerschaft zum Rechten zu schauen, weil Sie zu wissen
glauben, was für Sie und Richard das Richtige sei, was ja
durchaus stimmen mag. Wahrscheinlich steht für Richard aber
der Prozess an, sich selbst durchsetzen zu lernen, für die
eigenen Interessen und Vorlieben einzustehen und diese auch
zum Ausdruck zu bringen. Dadurch nun, dass Sie in erster
Linie den Ton innerhalb der Beziehung angeben, dürfte sich
ein Konfliktpotential anstauen, welches sich nicht zuletzt
darin ausdrücken könnte, dass Richard Sie als zu wenig
einfühlend oder gar als egoistisch bezeichnet, was durchaus
nicht stimmt. Vielmehr neigen Sie dazu, in einer gewissen
selbstverständlichen und durchaus wohlwollenden Art die
Geschicke nicht nur Ihres eigenen Lebens, sondern von die
von Richard in die Hand nehmen zu wollen. Ihre an sich
freundschaftliche Art und Ihr Sinn für das Erfüllende,
Bereichernde und Positive kann sich aber erst dann wirklich
zum Wohle Ihrer Partnerschaft entfalten, wenn Sie auch Ihrem
Partner die Möglichkeit geben, mitbestimmend zu wirken und
im gleichen Maße wie Sie die eigenen Bedürfnisse und Wünsche
zu verwirklichen.
Der Lernprozess, den Sie innerhalb von Partnerschaften somit
unbewusst suchen, ist zuhören zu lernen, die eigenen
Überzeugungen, auch wenn diese den Charakter der Gewissheit
für Sie tragen, im Hintergrund zu lassen und auch die
Meinung anderer Menschen zu berücksichtigen.
Dann werden Sie auch feststellen, dass andere Menschen, und
vor allem natürlich Richard, es schätzen, wenn Sie Ihre
Sicherheit im Beurteilen von Lebenssituationen und Menschen
einbringen. Ihre Hilfsbereitschaft wird dann nicht mehr
Anlass zu Widerstand, da es sich dann um gefragten Rat
handelt, den Sie abgeben und nicht um Vorschriften, die Sie
erlassen.
Ihre Lebenszugewandtheit wird sich sodann positiv auf Ihre
Beziehung, auf die Persönlichkeit von Richard, wie auf Sie
selbst auswirken, so dass Sie nicht nur Ihr eigenes
Bedürfnis nach Weite, Abenteuer, Lebenserfahrung und
Bereicherung des eigenen Wissens- und Erfahrungsschatzes
stillen, sondern auch eine Bereicherung Ihrer Persönlichkeit
im Sinne von Weisheit und Toleranz erfahren können.
Die geistige Beziehung - Merkur
Neben dem
Wesenskern und unserem 'Öffentlichen Ich' ist auch die Frage
nach der gemeinsamen Kommunikation von großer Bedeutung.
Merkur ist der Planet, der in der Astrologie das Denken und
Sprechen symbolisiert. Er spielt auch in der Beziehung und
in der Freundschaft zwischen zwei Menschen eine große Rolle.
Merkur ist die Denkfunktion, die wir den ganzen Tag
einsetzen, um uns im Leben zu orientieren. Wir sprechen, wir
lesen, wir schreiben, wir erleben die Umwelt mit den
vielfältigen Erscheinungsformen durch unser Denken.
Merkur symbolisiert nicht nur die Art zu denken, sondern
auch die geistigen Anlagen des Einzelnen. Der eine reagiert
schnell und ist in der Lage, rasch Schlüsse zu ziehen, der
andere ist eher langsam im Verarbeiten von neuen
Erfahrungen. Der eine denkt nüchtern und logisch, ein
anderer eher intuitiv und oft 'unlogisch'. Der eine denkt
fortschrittlich und hat eigene Ideen, der andere beharrt auf
übernommenen Meinungen.
Wenn wir uns dies zu Bewusstsein führen, werden wir die
wichtige Bedeutung des Merkur im Partnervergleich leicht
erkennen können. Da wir uns den ganzen Tag auch auf dieser
Ebene unseres Wesens bewegen, ist es von großer Wichtigkeit,
dass unsere Freunde und Partner hier mit uns harmonieren.
Der Merkur im individuellen Horoskop
Beim Merkur
gilt es - wie bei den anderen Persönlichkeitsfaktoren -, zu
berücksichtigen, dass die eigene Anlage, die wir in die
Beziehung mit einbringen, diese prägen wird. Ihr eigenes
Denken und Ihre Art zu kommunizieren wird Ihre Beziehung in
diesem Bereich maßgeblich beeinflussen. Die Qualität des
Merkur ist durch die Konstellationen im Geburtshoroskop
näher beschrieben. Bezüglich der Partnerschaft wollen wir
hier die Position des Merkur in den einzelnen
Tierkreiszeichen einer näheren Betrachtung unterziehen.
Diese dürfte es zulassen, zu zeigen, wie Richard
grundsätzlich kommuniziert, welche Art und welche Inhalte
des Denkens und Sprechens für ihn von Bedeutung sind. Diese
Erläuterungen werden gefolgt von der Besprechung Ihres
Merkurs im Geburtshoroskop, wobei hier ein besonderes
Augenmerk auf die partnerschaftsrelevanten Dimensionen der
Kommunikation gerichtet wird.
Merkur des Partners in Schütze
Es dürfte für
Sie nicht immer einfach sein, den Gedankenflügen von Richard
zu folgen und seine Fülle an Gedanken und Ideen unter den
Hut eigenen Verständnisses und geordneter Systematik zu
bringen. Zu rasch scheint ein Gedanke bei Richard den
anderen zu jagen und nur mit Mühe wird er wahrscheinlich
selbst Ordnung in sein Denken und Sprechen zu bringen
vermögen. Noch schwieriger dürfte es für ihn sein, die Ideen
die er immer wieder neu zu erzeugen in der Lage ist, in die
Tat umzusetzen. Leicht fällt anderen Menschen Richard
gegenüber das Urteil, verzettelt oder gar unzuverlässig zu
sein, Dinge nicht zu Ende zu führen. Sie werden
wahrscheinlich weniger Mühe bekunden, Richard zu verstehen,
seine Absichten und seinen Ideenreichtum im Spannungsfeld zu
der hemmenden Wirkung der äußeren Umstände zu erkennen und
daher - hoffentlich - nicht so rasch mit dem gleichen Urteil
wie Menschen, die Richard nicht so gut kennen aufzuwarten.
Sie dürften eher Mühe bekunden, wenn Richard in der
Gefangenschaft eines Wust von Gedanken oft kaum noch Raum
und Zeit findet, auf Ihre Anregungen und Äußerungen
einzugehen, ja oft ungeduldig das Gespräch erneut auf die
eigenen Vorstellungen und Pläne lenkt. Zwar verfügt Richard
über eine große Toleranz anderen Menschen gegenüber, doch
fällt es ihm schwer, dies zu zeigen, indem er zuhört. Stets
versucht er, Ihren Gedanken noch einiges hinzuzufügen oder
diese gar vorwegzunehmen, um daran eigene Vorstellung
anzuknüpfen, wobei er das Talent besitzt, weitschweifige
Erklärungen anzubringen, wo Sie vielleicht der Meinung sind,
das Gleiche hätte auch in einem Satz gesagt werden können.
Wenn Richard versucht, neben den Ausführungen der eigenen
Gedankengänge von Zeit zu Zeit die Kunst des Zuhörens zu
entwickeln in der Lage ist und sich darin übt, seine eigenen
Anschauungen im Lichte des Gehörten zu betrachten, wird er
feststellen, dass das Sprichwort, wonach Reden Silber,
Schweigen aber Gold ist, durchaus seine Richtigkeit besitzt.
Als erstes dürfte sich dies in Ihrer Beziehung zeigen, wo
Sie über die neu gewonnene Fähigkeit des Zuhörens von
Richard erstaunt positiv reagieren dürften. Da es in einer
Partnerschaft nicht nur darauf ankommt, die eigene Meinung
durchzusetzen, sondern auch die Meinung des anderen gelten
zu lassen, wird Richard durch das Erlernen von Zurückhaltung
nicht nur eine ausgeglichenere Kommunikation mit Ihnen
pflegen können, sondern auch in der Wertschätzung durch Sie
einen Prozess in Gang setzen. Die Partnerschaft kann für ihn
eine Art Filterfunktion seines Ideenreichtums einnehmen, wo
er nur noch das zum Ausdruck bringt, was bereits einen
bestimmten Grad innerer Reife erlangt hat, so dass
eigentlich nur noch die praktische Umsetzung fehlt, die
leichter für eine geringere Menge an Plänen zu verwirklichen
ist, als für eine große Anzahl an sich nur als abstrakte
Gedanken existierende Vorhaben. Dies wird nicht nur Richard,
sondern auch Ihnen Enttäuschungen ersparen können, die aus
nicht eingelösten Versprechen oder nie verwirklichten,
weitreichenden Plänen resultieren.
Obwohl Richard dazu neigt, erklärend, ja belehrend zu
wirken, wird er sicherlich immer wieder ein beliebter
Gesprächspartner, nicht nur von Ihnen, sondern auch von
anderen Menschen sein, die ihm gern zuhören, wie er seine
philosophischen Gedanken ausbreitet, die oft eine
außergewöhnliche Eindrücklichkeit bezüglich Logik und
Gestalt besitzen.
Ihr Merkur in Fische
Sprache
bedeutet für Sie mehr als nur die Worte, die Sie an einen
Menschen richten. Vielmehr ist sie Mitteilung in einer viel
umfassenderen Weise. Sie sind in der Lage, auch zwischen den
Zeilen des Gesprochenen zu verstehen und mitzuteilen, was
Sie berührt. Nicht jeder Mensch aber ist in der Lage zu
einer derartigen Kommunikation, und scheinbar ist die
Sprache, trotz aller intuitiven Wahrnehmungsfähigkeit, doch
das überlegene Mittel des Gedankenaustausches. So sollten
Sie nicht enttäuscht darüber sein, dass andere Menschen Sie
nicht immer so verstehen, wie Sie dies wünschen. Anstatt
sich nun in die Sprachlosigkeit zurückzuziehen, sollten Sie
versuchen, die verbale Form des Ausdrucks weiter zu
verfeinern.
Oft gibt es sicherlich Stimmungen, Dinge, die Sie berühren,
für die es kaum die richtigen Worte zu geben scheint, um
einen anderen Menschen daran - außer über das Mitgefühl, die
Einfühlungsfähigkeit - teilhaben zu lassen. Oft jedoch ist
es möglich, auch über Dinge zu sprechen, für die unsere
Sprache scheinbar keine Worte erfunden hat, wo Sie sich
bemühen, das zu umschreiben, in Bilder zu fassen, was aus
der Tiefe Ihres Herzens stammt und eigentlich auch nicht für
jedermann bestimmt ist.
In Ihrer Beziehung zu Richard ist es nicht weniger wichtig,
dass Sie lernen, über das zu sprechen, was Sie berührt. Denn
nur selten wird er über derart ausgeprägte und ausgebildete
telepathische Fertigkeiten verfügen, um immer genau wissen
zu können, was Ihnen am Herzen liegt. Wenn Sie mit dieser
Erwartung des wortlosen Verstandenwerdens in der
Partnerschaft stehen, dürften Ihnen aber Enttäuschungen
nicht erspart bleiben.
Zu hektisch ist unsere Zeit, zu vielfältig die Eindrücke,
die täglich auf uns einstürmen, als dass wir noch in der
Lage wären, ohne weiteres die Fähigkeit der Intuition in
einer permanenten Wachheit zu halten. So ist es wichtig,
sich auf einer so genannt rationalen Ebene mitteilen zu
lernen, was in uns eine wenig klare Form, ein Gemisch aus
Gefühlen und Gedanken ist, in Worte zu kleiden.
Dies erfordert allerdings nicht nur Ihre Bereitschaft, sich
auszudrücken, auszuformulieren, was Sie berührt, sondern
auch die Offenheit von Richard, Ihnen wirklich zuzuhören -
eine Fähigkeit, die uns heute leider fast gänzlich abhanden
zu kommen droht.
Merkur dynamisch Merkur
Gespräche
zwischen Ihnen und Richard verlaufen nicht immer so
reibungslos, wie Sie sich dies vielleicht wünschen. Oft
entstehen Missverständnisse, deren Ursache weniger auf der
Ebene eines mangelnden Verstehens auf einer akustischen, als
vielmehr auf einer sinnbezogenen Ebene zu suchen sind. Die
Stimmungen und Schwingungen, die Ihre Aussagen begleiten,
werden von Richard nicht ohne weiteres wahrgenommen. Es kann
den Anschein erwecken, als wollten Sie sich gegenseitig
nicht verstehen. Dies ist jedoch nicht so. Vielmehr fehlt
Ihnen häufig der Zugang zu der Art und Weise des Denkens des
Partners. Zum tieferen Verständnis der Ursachen dieser
Tatsache, lesen Sie bitte die Bedeutung der
Tierkreiszeichenposition des Merkurs von Richard, sowie des
Merkur in Ihrem eigenen Geburtshoroskop. Dort werden Sie die
unterschiedlichen Denkmuster erkennen können und im
Anschluss daran wahrscheinlich ein besseres Verständnis für
Richard beziehungsweise dessen Denken haben.
Wichtig im Umgang miteinander ist bei diesem Aspekt die
gegenseitige Geduld, dem anderen zuhören und ihn verstehen
zu wollen. Fast noch wichtiger aber ist Ihre gegenseitige
Bereitschaft, die Wege des eigenen, gewohnten Denkens zu
verlassen und sich auf die Gedankenwelt des anderen wirklich
einzulassen.
Merkur harmonisch Venus
Sie können
gut mit Richard über schöne Dinge wie Musik, Malerei,
Literatur, Freizeitgestaltung, Mode oder schöpferische
Tätigkeiten ganz allgemein sprechen. Sie verspüren Freude
und Lust an gemeinsamen Gesprächen. Zudem verstehen Sie es
stets, dem anderen entgegenzukommen, seine Anliegen und
Interessen zu verstehen und diesen Raum zu gewähren.
In Ihren Gesprächen finden auch die Bedürfnisse nach Liebe
und sinnlichen Belangen Platz. Dabei ist allgemein
Rücksichtnahme und Sympathie zu erkennen. Sie zeigen
Interesse an der Kreativität von Richard und fördern
vorhandene Anlagen in diesem Bereich.
Mars dynamisch Merkur
Obwohl
Richard sicherlich die meiste Zeit mit Ihnen in Ruhe,
Harmonie und Frieden lebt, muss er sich doch von Zeit zu
Zeit mit der Tatsache auseinandersetzen, dass ein Potential
des Konfliktes, der Provokation und des Streites in Ihrer
Beziehung liegt, was sich vor allem im Bereich der verbalen
Kommunikation zeigen dürfte. Richard fühlt sich in solchen
Phasen von Ihnen leicht provoziert, reagiert möglicherweise
gereizt und ungeduldig, was eine gleiche Reaktion bei Ihnen
auslöst. Um eine kaskadenhafte Entwicklung von Rede und
Widerrede zu verhindern, bleibt ihm dann oft nichts anderes
übrig, als zu schweigen, was aber von Ihnen wiederum als
Provokation aufgefasst werden kann.
Es geht hier an sich um das Problem der Selbstsicherheit und
darum, sich durch Kritik des anderen nicht angegriffen zu
fühlen. Richard neigt dazu, sich durch Ihre Äußerungen in
Frage gestellt zu sehen und reagiert mit Rechtfertigungen,
die jedoch ihren Zweck meist nicht erfüllen, da Sie sich
möglicherweise durch seine Worte und besonders die darauf
folgenden Rechtfertigungen in Ihrer Kritik nicht ernst
genommen fühlen. Sicherlich steckt keine böse Absicht,
vielleicht sogar Humor hinter Ihren Aussagen und Richard
könnte Streitgespräche zwischen Ihnen entschärfen, indem er
die Art und Weise Ihrer Reaktion nicht als persönlichen
Angriff wertet, sondern als temperamentsbedingtes Verhalten
betrachtet. Er würde dann über die notwendige Distanz nicht
nur zu Ihnen, sondern auch zu Ihrer Kritik einnehmen können.
Andererseits liegt es auch an Ihnen, sich nicht bewusst zu
Sticheleien hinreißen zu lassen, die einer nicht
böswilligen, aber doch neckischen Ader Ihres Wesens
entspringen und die durchaus verletzend für Richard sein
können.
Neptun dynamisch Merkur
Richard
verfügt über die besondere Fähigkeit, sich mit Ihnen
unbeabsichtigterweise mißzuverstehen. Es erscheint ihm
wahrscheinlich manchmal wie verhext. Er sagte etwas und
glaubte, Sie würden ihm eine seinen Erwartung entsprechende
Antwort geben, was Sie in der Situation vielleicht auch
wirklich tun, um zum Beispiel einen Tag später scheinbar
genau das Gegenteil des Gesagten zu vertreten. Lügen Sie?
Die Antwort lautet: Nicht mehr und wohl auch nicht weniger
als die meisten Menschen, nämlich eher selten. Es liegt
weder in Ihrer noch der Absicht von Richard, dass es zu
Missverständnissen zwischen Ihnen kommen kann und es
scheint, als müsste Richard in dieser Beziehung lernen, mit
anderen Menschen klar zu kommunizieren.
Sie sind häufig nicht in der Lage, die Anliegen von Richard
so wahrzunehmen, wie er diese gern verstanden haben möchte.
Dies rührt von einer nicht vorhandenen Übereinstimmung
zwischen seinen Gedanken und Äußerungen und Ihren
unbewussten Wünschen und Vorstellungen. Sie neigen dazu,
seine Äußerungen in eine für Sie akzeptablere Form zu
bringen. Dies geschieht vor allem dann, wenn eigentlich eine
Auseinandersetzung, eventuell sogar ein Konflikt am Platze
wäre. Das heißt, dass Sie möglicherweise gar nicht richtig
wahrnehmen, was für ein Anliegen Richard vorträgt, weil für
Sie damit eine Unannehmlichkeit verbunden wäre, woraufhin
Sie unbewusst, gewissermaßen reflexartig aneinander
vorbeireden, um sich nicht einer ernsten Konfrontation
aussetzen zu müssen.
Derartige Ereignisse zeigen die Thematik dieses Aspektes
sehr deutlich. Richard versucht, Rücksicht zu nehmen und Sie
nicht mit Problemen zu konfrontieren. Möglicherweise denken
Sie genau gleich und so bestehen zwischen Ihnen beiden immer
schwarze Flecken die, wenn Sie diese mit den fehlenden
Inhalten ausfüllen würden, wahrscheinlich eine Reihe von
Konflikten heraufbeschwören würden. Wenn alles 'gut' geht,
wird sich Richard nie veranlasst sehen, die aus seiner Sicht
vielleicht harmlosen Begebenheiten nachzuerzählen. Sollten
Sie jedoch einmal auf derartige Rücksichtnahme seinerseits
aufmerksam werden, dürfte ein Konflikt entstehen, der dann
unter Umständen alle anderen verhüteten Konflikte gleich mit
beinhaltet. Das Misstrauen, das zwischen Richard und Ihnen
durch derartige, eigentlich wohlgemeinte Verhalten der
'Schonung' entstehen kann, ist dann schwer wieder zu
beschwichtigen. Es sei denn, Sie könnten die Harmlosigkeit
der verschwiegenen Begebenheiten erkennen. Sie müssten sich
dann gleichzeitig die Frage stellen, weshalb Richard nicht
den Mut hatte, offen und ohne Umschweife zu erzählen, was er
erlebte. Sie würden dann entdecken, dass Sie beide sich gern
eine Welt erschaffen, in der alles in der Form vor sich
geht, wie Sie sich dies vorstellen, und dass dabei die
Realität immer etwas nachhinkt.
Richard kann durch diese Beziehung lernen, sich nicht nach
den subtilen Erwartungen seiner Mitmenschen zu richten,
sondern für sich das Recht einzufordern, seine eigenen Ziele
und Interessen zu verfolgen, ohne das Gefühl haben zu
müssen, etwas Verbotenes zu tun.
Die gefühlsbezogene und erotische Seite der Beziehung
Die in den
vorangegangenen Kapiteln besprochenen Voraussetzungen für
eine Partnerschaft sind notwendig, jedoch nicht das
eigentliche Salz in der Suppe einer Beziehung. Es sind die
emotionalen und erotischen Anziehungskräfte, die uns zu
einem Menschen Zuneigung und Sympathie, das was wir
allgemein als 'Liebe' bezeichnen, empfinden lassen.
Diese Bereiche spiegeln sich im Partnerhoroskop in den
Planeten Mond, Venus und Mars wider. Wie bei der Frage nach
der eigenen Persönlichkeit, der Methode der
Lebensbewältigung (Sonne) und der Art des Denkens (Merkur)
gilt es auch hier, zunächst Ihre eigenen Anlagen besser zu
kennen, bevor diese mit denjenigen Ihres Partners verglichen
werden. Daher wird jeweils die Bedeutung dieser Faktoren in
Ihrem und dem Geburtshoroskop von Richard der Deutung der
Vergleichsaspekte vorangestellt.
Aus der Konstellation dieser drei Prinzipien in Ihren beiden
Geburtshoroskopen lässt sich erkennen, welche Vorstellungen
Sie und Richard bezüglich der Idealpartnerin bzw. des
Idealpartners in sich tragen. Aus der Position von Sonne und
Mond erkennen wir Ihre Vorstellungen des 'Idealvaters' oder
der 'Idealmutter', während wir aus der Position der Venus
und des Mars Ihre Bilder des 'Idealmannes' oder der
'Idealfrau' ableiten können.
Entsprechend lässt sich aus der Position des Mondes sowie
der Venus in Ihrem Horoskop erkennen, wie Sie selbst diese
Rollen ausfüllen.
Mond - Die seelische Bindung
Die Stellung
des Mondes in den einzelnen Tierkreisabschnitten weist auf
Ihre seelischen Bedürfnisse und Neigungen hin. Steht der
Mond in einem Wasser- oder Erdzeichen, so brauchen Sie eine
andere Art der Zuneigung als etwa bei der Mondstellung in
einem Feuer- oder Luftzeichen. Entsprechend anders ist auch
Ihre Vorstellung der 'Idealmutter'. Es kann in Ihrer
Partnerschaftsbeziehung zwar Freundschaft und gegenseitige
Achtung vorhanden sein, während auf seelischer Ebene, d.h.
im Gefühlsbereich, Konstellationen vorhanden sind, die Ihnen
Entwicklungsprozesse abverlangen und die vor allem eine
Reifung der eigenen Persönlichkeit bezüglich der seelischen
Beziehung fordern. Insbesondere dürfte es darum gehen, ein
größeres Maß an Autonomie zu erreichen, besonders was die
Erwartung an den Partner oder die Partnerin nach der
Erfüllung der eigenen seelischen Sehnsüchte und Erwartungen
betrifft.
Die Aspekte auf 'Ihren' Mond weisen darauf hin, ob Sie Ihre
Gefühle innerhalb Ihrer Beziehung ohne weiteres erleben
können, oder ob Sie und Richard aktiv dazu beitragen müssen,
den Zustand der Geborgenheit in der Beziehung erst zu
erarbeiten.
Dynamische Aspekte zum Mond Ihres Geburtshoroskops oder zu
jenem Ihres Partners geben einen Hinweis auf eine tiefer
liegende Problematik, die mit einer Störung des Urvertrauens
zusammenhängt, vor allem wenn die aspektierenden Planeten
Saturn, Uranus, Neptun oder Pluto sind. Es gilt dann, aufs
Neue Vertrauen zu fassen und sich mit dem Ursprung des
Vertrauensverlustes insofern auseinander zusetzen, als Sie
erkennen, dass - egal, was immer Ihnen widerfahren sein mag
- der Partner oder die Partnerin damit eigentlich nichts zu
tun hat. Es wird immer Ihr Gefühl sein, welches verletzt ist
beziehungsweise Ihre Optik, mit der Sie auf das Bild der
Rolle, der 'Idealmutter' schauen.
Vorneweg soll gesagt sein, dass dieses Bild keineswegs immer
so 'ideal' sein wird, ja in den selteneren Fällen, heute
kaum noch, vorhanden ist. Zu sehr hat durch eine -
wahrscheinlich nicht nur falsche - Durchmischung von
Rollenaufgaben und spezifischen Erlebnissen die Bereitschaft
beider Geschlechter abgenommen, diese Rollen in einer so
genannt 'idealen' Weise zu erfüllen, was - astrologisch
gesehen - mit einem veränderten Bezug beziehungsweise einem
anderen Umgang mit der 'Verletzung' der Planeten Mond,
Sonne, Venus oder Mars zusammenhängt.
Mond des Partners in Jungfrau
In
Liebesdingen, und ganz allgemein in Beziehungen zu anderen
Menschen, in denen Gefühle eine Rolle spielen, ist Richard
eher vorsichtig. Er fürchtet sich davor, andere könnten ihn
verletzen. Durch seine gründliche Beobachtung der Menschen
ist er sich sehr wohl bewusst, dass Menschen sich auch
gegenseitig verletzen, sobald sie sich näher kommen. Dies
veranlasst ihn dazu, beim Eingehen von Bindungen
zurückhaltend, ja fast ängstlich zu sein. Freilich macht
Richard sich oft im Nachhinein den Vorwurf, etwas verpasst
zu haben.
Denn auf der einen Seite beschützt ihn seine Zurückhaltung
tatsächlich davor, von einem Menschen in seinem Innersten
verletzt zu werden, andererseits aber bleibt er häufig für
sich alleine, während ein Freund oder eine Freundin längst
in einer neuen Beziehung steht und er noch immer an der
letzten Enttäuschung zu verdauen hat.
In seiner Jugend verliebte sich Richard wahrscheinlich
relativ rasch, konnte jedoch seine Zuneigung nur selten
zeigen. Mit fortschreitendem Alter schränkte er auch seine
eigene Neigung, sein Herz einem anderen Menschen (wenn auch
nur in Gedanken) zu verschenken, stärker ein. Er verfügt
wahrscheinlich über ein klares Bewusstsein darüber, was er
sich von einer Partnerin wünscht. Dieses Bewusstsein der
Erwartungen erschwert ihm die Wahl, weil nur wenige Menschen
tatsächlich über all die Eigenschaften verfügen, die er sich
idealerweise von einer Partnerin wünschen würde.
Das Bild Ihres Partners von der Idealmutter ist nicht
weniger vom Hang zur Vollkommenheit geprägt. Er wäre
wahrscheinlich ohne weiteres in der Lage, eine detaillierte
Liste der Eigenschaften, Pflichten sowie der - wenigen -
Rechte aufzuführen, die er einer 'Idealmutter' zuschreibt.
Es besteht die Gefahr, dass Richard ein zu hohes Ideal vor
Augen hat, und dass er, wenn er selbst als 'Idealpartner'
gefragt ist, sich prompt überfordert. Nicht nur die
praktischen Seiten dieser 'Funktion', sondern auch die
seelische Haltung, die er in seine Vorstellung dieses Ideals
miteinbezieht, bedeutet eine derart hohe Anforderung, der
kaum jemand - auch Richard in seinem Bestreben nach
Vollkommenheit - gerecht zu werden vermag. Er könnte dadurch
leicht das Gefühl entwickeln, unzulänglich zu sein.
In seiner Sexualität ist Richard von sich aus wenig aktiv,
verfügt jedoch über eine hohe Anpassungsbereitschaft. Eine
gewisse Zurückhaltung betreffend gerade dieser Bereitschaft,
sich Ihnen dienstbar zu machen, dürfte ihm helfen, nicht nur
den Respekt vor sich selbst zu bewahren, sondern auch
weniger der Gefahr ausgesetzt zu sein, sich in
Krisensituationen ausgenutzt zu fühlen. Es ist nicht immer
leicht für Richard, 'nein' zu sagen. Zu gern kommt er den
anderen Menschen entgegen. Genau diese Eigenschaft kann
jedoch dazu führen, dass er sich bisweilen sogar missbraucht
fühlt. Dies muss jedoch nicht mit einem tatsächlichen
Missbrauch einhergehen, sondern kann subjektives Erleben
ihrerseits sein, von dem Sie möglicherweise gar nichts
merken, weil Richard aus Ihrer Sicht von sich aus auf Sie
eingegangen ist.
Ihr Mond in Skorpion
Mit Mond im
Zeichen Skorpion sind Ihre Gefühle nicht so leicht zu
verdrängen. Vielmehr drängen sich Ihnen die Gefühle mit
einer Intensität und Vehemenz auf, dass es Ihnen oft nicht
wohl dabei ist. Sie sind zu den tiefsten Gefühlen - sowohl
der Liebe, als auch des Hasses - fähig. Die Eifersucht und
das Besitzergreifen vom Partner oder der Partnerin sind in
diesem Zeichen am ausgeprägtesten.
Sie neigen dazu, sich in eine Abhängigkeit von anderen
Menschen zu verstricken, die für beide Seiten mit Schmerzen
und Frustrationen verbunden sein kann. Es mutet einen
außenstehenden Beobachter oft an, als suchten Sie geradezu
das Leiden. Sie wählen sich häufig Partner aus, mit denen
Sie gemeinsames Leid erleben oder durch die Sie leiden.
Dieser Aspekt verleiht auch einen starken Bezug zur
Sexualität. Wenn harmonische Aspekte auf diesen Mond fallen,
verfügen Sie über ein harmonisches, aber sehr intensives
Sexualleben. Die Triebstärke kann hier zu einem Problem
werden, vor allem in Phasen, in denen dieser Bereich in der
Partnerschaft einer Krise unterliegt, oder wenn Ihr Partner
nicht Ihren Erwartungen im Bereich der Sexualität
entspricht. Der Grund für mögliche Konflikte kann in einer
strengen Sexualmoral bei gleichzeitig starkem Trieb liegen,
welche Ihnen eigen ist. Dies kann ein permanentes schlechtes
Gewissen und einen Hang zur Selbstbestrafung erzeugen.
Ihr Bild der Idealmutter ist das der perfekten Frau, die
zugleich Mutter, Herrin des Hauses und Alleinverantwortliche
für das Wohl jedes einzelnen Familienmitgliedes ist. Sie
lassen sich keine großen Spielräume zur Verwirklichung
eigener, idealistischer Ziele und Pläne, die nur das eigene
Wohl betreffen würden. Vielmehr fordern Sie von sich das
Letzte an Zeit und Kraft ab, um Ihrem inneren, sehr strengen
Bild der Idealmutter gerecht zu werden, laut dem Sie
ausschließlich die - häufig stark an traditionelle Werte
angelehnten - Pflichten zu erfüllen haben. Aus dieser
absoluten Korrektheit, mit der Sie sich diesem Soll
unterordnen, erheben Sie gleichzeitig den Anspruch auf
Respekt und nicht zuletzt Gehorsam der anderen, von Ihnen
auf derart vollkommene Weise betreuten Menschen. Spannungen
innerhalb der Partnerschaft und in der Kindererziehung sind
hier für Sie nahezu unumgänglich. Diese Konfrontationen
wollen Sie lehren, von sich selbst nicht zuviel
abzuverlangen, weniger hart zu sich selbst zu sein und sich
vermehrt auch den eigenen Bedürfnissen zuzuwenden.
Sie sind mit besonders starken Banden den moralischen
Erwartungen der Gesellschaft an Sie - als eine 'Idealmutter'
- verbunden. Auf subtile Weise gehorchen Sie den
Erwartungen, die an eine 'gute Mutter' gestellt werden, und
sind bereit, sich selbst ganz zu verleugnen. Nicht, um einem
inneren Wunsch zu entsprechen, sondern um die im Unbewussten
vorhandenen Erwartungen zu erfüllen. Dies bezieht sich nicht
nur auf die Erfüllung alltäglicher Pflichten, sondern auch
auf die Sexualität, die Sie kaum frei von inneren Hemmungen
erleben können. Immer stehen sich Sollen und Wollen
konflikthaft gegenüber. Die Lösung dieses inneren Konfliktes
kann einzig in einer liebevollen Hinwendung zu Ihren eigenen
Wünschen und Bedürfnissen liegen, keineswegs in einer
Vervollkommnung der eigenen Fähigkeit, sich selbst
einzuschränken.
Bezogen auf die Kindererziehung kann sich hier die Tendenz
zeigen, dass Sie sich selbst mehr an den 'Resultaten Ihrer
Erziehung' - sprich: dem Verhalten der Kinder - messen,
statt an Ihrem eigenen guten Willen. Dadurch laufen Sie
Gefahr, in ein Spiel verwickelt zu werden, in dem sowohl Sie
als auch Ihre Kinder Verlierer sein müssten. In diesem ginge
es dann in erster Linie darum, die eigene Fähigkeit, die
gesellschaftlichen Erwartungen zu erfüllen, zu beweisen,
anstatt den Kindern den bestmöglichen Start ins Leben zu
ermöglichen (was keineswegs miteinander identisch sein
muss).
Die Kinder würden bald merken, dass nicht sie gemeint sind
und gleichzeitig Ihre eigene Abhängigkeit von den
Erwartungen und Urteilen der Umwelt zu ihrem scheinbaren
Vorteil ausnutzen, indem stets Ihr Ansehen aufs Spiel
gesetzt würde. Machtkämpfe zwischen Ihnen und Ihren Kindern
wären die unweigerliche Folge, die nur dadurch aufgelöst
werden können, dass Sie auf das Prestige der 'guten Mutter'
verzichten, wodurch Sie die seelische Abhängigkeit und
dadurch die Beeinflussbarkeit von den undifferenzierten
Bestrebungen der Kinder nach momentanem Lustgewinn
überwinden können. In Ihrer Beziehung wirken die Kräfte der
gegenseitigen Abhängigkeit und des Besitzergreifens. Sie
finden Ihre seelische Ausgeglichenheit, den 'Seelenfrieden'
vor allem dann, wenn Sie sich gewiss sind, dass Sie beide
unzertrennlich zusammengehören. Wo dies bei anderen Menschen
eine lediglich untergeordnete Rolle spielt, ist für Sie eine
direkt aufeinander bezogene, dauerhafte und enge seelische
Verbundenheit mit Richard von größter Bedeutung. Diese
innige Verbundenheit kann dazu führen, dass Sie eine
gegenseitige Abhängigkeit entwickeln, die es Ihnen beiden
kaum noch ermöglicht, sich selbst frei vom Anderen als eine
eigenständige Persönlichkeit zu entwickeln. In
Krisensituationen besteht sodann die Gefahr, dass beide
einander den Vorwurf machen, für das eigene Versäumnis der
Selbstverwirklichung schuld zu sein.
Sie neigen dazu, dabei die Rolle der Abhängigen einzunehmen
und Richard diejenige des Eingeengten. In Wirklichkeit
jedoch trägt er in genau gleichem Ausmaß dazu bei, dass Sie
sich abhängig und anlehnungsbedürftig zeigen.
Mond harmonisch Mond
Sie beide
verfügen über ein ähnliches seelisches Temperament. Wenn
Richard sich glücklich fühlt, können Sie mit ihm empfinden
und mitgehen, was dazu beiträgt, dass Sie über eine Reihe
von gemeinsamen positiven Erfahrungen teilen, die zu einer
Stabilisierung und Vertiefung Ihrer Beziehung beitragen.
Selbst Erlebnisse, die für Sie oder Richard belastend sind,
können durch eine gemeinsame Verarbeitung positiv bewertet
werden. Während etwa Sie oder Richard eine Phase der
Belastung erfahren, ist der jeweils andere Partner in der
Lage, diese mitzuempfinden. Zum guten Teil dürften Ihre
partnerschaftlichen Gespräche Ihnen beiden helfen, mit
Krisensituationen besser umzugehen. Häufig sogar können Sie
von den Krisen und Schwierigkeiten des anderen lernen, das
eigene Leben harmonischer und positiver zu gestalten.
Was das unbewusste 'Idealbild vom Partner als Mutter'
betrifft, verfügen Sie über ähnliche Vorstellungen. Dadurch
sind Sie beide davon überzeugt, im Partner eine vollkommene
Ergänzung im Bereich der Gefühle gefunden zu haben, und es
besteht kaum die Gefahr, dass Spannungen durch
unterschiedliche Vorstellungen dieses Bildes vorliegen, was
letztlich ja bedeutet, dass Sie nichts in den Anderen
hineinprojizieren, was dieser nicht ist und nicht zu sein
vermag.
Mond Konjunktion Saturn
Die
Anziehungskraft, die zwischen Ihnen und Richard wirkt, ist
vor allem von Ihrem starken Bedürfnis geprägt, sich an Ihren
Partner anzulehnen und sich von ihm 'beschützen' zu lassen.
Sie fühlen sich bei ihm geborgen, und vielleicht ist er
bedeutend älter als Sie. Sie verspüren ein tiefes Vertrauen
zu ihm und er strahlt für Sie die Ruhe und Sicherheit aus,
die Sie unbewusst immer gesucht haben.
Die Tiefe der Bindung, die Sie zueinander verspüren, ist
einerseits Ausdruck einer selbstlosen Liebe, andererseits
ein Zeichen für ein Bedürfnis nach Beständigkeit,
Zuverlässigkeit und Treue, welches sowohl Sie, als auch
Richard als außerordentlich wichtig betrachten. Sie schätzen
an ihm vor allem seine ernsthafte Seite und seine
Bereitschaft, eine längerfristige Beziehung einzugehen.
Zeitweilig fühlen Sie sich aber auch durch Richard
eingeschränkt und es dürfte Ihnen schwer fallen, in solchen
Momenten Ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen,
möglicherweise in der Angst, dadurch seine Liebe zu
verlieren. Tatsächlich reagiert Richard möglicherweise
ablehnend, wenn Sie Eigenschaften zeigen, die seinen
Vorstellungen, wie ein Partner sich zu verhalten habe,
widersprechen. Hier kommt eine gewisse Konservativität Ihres
Partners zum Ausdruck. Die Stabilität, die Sie an ihm sonst
so schätzen, kann in solchen Momenten zu einer Belastung
nicht nur von Ihnen, sondern der Partnerschaft überhaupt
werden.
Sowohl Sie, wie auch Richard suchen in der Partnerschaft
Sicherheit und Geborgenheit. Allerdings sieht er den Weg,
dies zu erreichen nicht in einer Anlehnung an Sie, sondern
vielmehr darin, Verantwortung für Sie und die Partnerschaft
zu übernehmen. Dadurch kann sich leicht eine Dynamik
entwickeln, in der Richard eine Elternrolle einnimmt und Sie
dadurch in die Rolle des Kindes gedrängt werden. Die tiefere
Ursache dafür liegt weder beim Willen Ihres Partners eine
Machtposition zu übernehmen, noch in Ihrer persönlichen
Schwäche, sondern vielmehr in eingeschliffenen
Verhaltensmustern und Überzeugungen, die sowohl Sie, als
auch Richard in sich tragen. Danach neigen Sie dazu, sich
die Liebe der anderen Menschen dadurch zu sichern, dass Sie
sich unter diese stellen, das heißt, indem Sie diesen bis zu
einem gewissen Grad Verfügungsgewalt erteilen, während
Richard sich die Liebe der anderen Menschen durch
Zuverlässigkeit, Treue und Fürsorge zu sichern sucht.
Beides sind Verhaltenseigenschaften, die auf einer noch
wenig ausgereiften, selbstvertrauenden
Persönlichkeitsstruktur beruhen. Die Aufgabe besteht für Sie
darin, sich von der Abhängigkeit des Einverständnisses von
Autoritätsfiguren (früher die Eltern, jetzt der Partner) zu
lösen, und sich selbst zuzugestehen, dass Sie liebenswert
sind, auch wenn Sie sich nicht den Erwartungen und
Forderungen der anderen beugen. Desgleichen kann Richard
durch diese Beziehung lernen, sich nicht die Treue und
Zuverlässigkeit des anderen zu 'erarbeiten', indem er sich
ständig anstrengt, für Sie dazusein, sondern lernen muss,
dass Liebe Vertrauen bedeutet und ganz und gar freiwillig
geschenkt wird, aber nicht verlangt werden kann.
Mond harmonisch Pluto
Eine große
Anziehungskraft geht für Sie von Richard aus. Sie fühlen
sich von ihm auf fast magische Weise fasziniert und zugleich
ergriffen. Richard ist in der Lage, Sie in Ihrem innersten
Wesen zu erkennen und zu verstehen. Dadurch fühlen Sie sich
gegenseitig vertraut und einander liebend zugewandt. Richard
stellt für Sie einen ruhenden Pol dar, der Sie vor Leid und
Unsicherheit bewahren kann. Dies ermöglicht es Ihnen, sich
wirklich einzulassen, sich ohne Angst, verletzt zu werden,
dem Partner zu offenbaren.
Es ist weniger die sexuelle Anziehungskraft, die Sie
miteinander verbindet, obwohl diese durch den Aspekt
verstärkt ist, sondern vielmehr das Gefühl der
Übereinstimmung zwischen Ihren Seelen. Sie können sich
gegenseitig stärken und unterstützen, indem Sie einander
Ihre Regungen mitteilen. Sie fühlen sich miteinander
vertraut und sind sich der Zuneigung des anderen gewiss.
Ihre urweibliche Wesensart entspricht den Vorstellungen
Ihres Partners und er ist überzeugt von Ihren
'urmütterlichen' Qualitäten. Das bedeutet nicht nur
Wertschätzung Ihres Wesens, sondern Harmonie in Ihren
Vorstellungen einer idealen seelischen Verbindung.
Venus des Partners in Steinbock
Das
Liebesbedürfnis Ihres Partners gleicht einem ständigen
Versprechen an Sie, ganz und gar für Sie da zu sein. Für
Richard bedeuten nicht Gefühlssensationen, sondern
Beständigkeit und Zuverlässigkeit in einer Beziehung das
Wesentliche und Beglückende.
Richard ist zwar zu den meisten Menschen sehr nett, ja
zuvorkommend. Wem er indes seine Liebe schenkt, überlegt er
sich mehr als einmal. Er ist leicht verletzbar und hat daher
Angst vor allzu großer Vertrautheit und Nähe. Es ist leicht
möglich, dass er Freundschaften erst nach einer längeren
'Bewährungsfrist' eingeht und sich selbst dann noch eine
'Hintertüre' offen lässt. Hat er sich jedoch einmal
entschlossen, mit einem Menschen eine engere Bindung
einzugehen, kann er mit großer Bestimmtheit dieses Ziel
verfolgen und meistens erreicht er dieses auch, weil er
vorher genau wusste, dass es sich 'lohnen' würde. Bindet
sich Richard an einen Menschen, und lässt sich wirklich auf
ihn ein, so ist diese Bindung sehr tief und stark. Er ist
dann bereit, auch über große Krisen hinweg zu seiner
Entscheidung und somit zu Ihrer Beziehung und zu Ihnen zu
stehen. Er ist dann der treueste Freund, den Sie sich
wünschen können.
Fühlt sich Richard verletzt, reagiert er häufig mit Rückzug.
Er kann Ihnen die 'kalte Schulter' zeigen, mit der inneren
Haltung, Sie nicht 'nötig zu haben'. Der Rückzug kann sich
auch auf die Sexualität erstrecken und leicht ist es
möglich, dass eine gestörte Harmonie zwischen Ihnen beiden
zu einem Erkalten der sexuellen und emotionalen Beziehung
führt. Er ist in diesem Bereich sehr empfindsam und fühlt
sich nicht in der Lage, sich Ihnen zu öffnen, wenn er sich
von Ihnen verletzt glaubt. Die Kühle und Überlegenheit, die
Richard häufig zur Schau stellt verdeckt nur für den
oberflächlichen Beobachter seine innere Sensibilität und
Verletzbarkeit, sowie sein starkes Anlehnungsbedürfnis.
Es wäre mit dieser Konstellation nichts Außergewöhnliches,
wenn zwischen Richard und Ihnen ein großer Altersunterschied
bestehen würde. Psychologisch gesehen kann diese Wahl als
Ausdruck der Hoffnung von Richard betrachtet werden, dass
eine ältere Partnerin reif genug ist, einfühlsam und
rücksichtsvoll auf ihn zuzugehen.
Wahrscheinlich hat Richard die weiblichen Funktionen dieser
Venus-Position mit den männlichen Eigenschaften des Zeichens
vertauscht, mit dem Ehrgeiz, dem Leistungsdrang und dem
Bewusstsein, dass es mühevoll ist, die Anerkennung und Liebe
der Anderen zu erhalten. Die weiblichen Funktionen, die eine
tiefe Innerlichkeit und Verbundenheit mit der Natur und den
Geschöpfen dieser Natur bedeuten, hat Richard aufgrund
verschiedener Erfahrungen möglicherweise verdrängt.
Stattdessen bemüht er sich oft nach außen orientiert, das
heißt, nach den Bedürfnissen seiner Mitmenschen, zu handeln.
Insbesondere in Bezug auf Sie dürfte sich in einer
ausgeprägten Form zeigen, dass Richard Ihnen einen höheren
Stellenwert einräumt, als sich selbst.
Richard zieht möglicherweise Partnerinnen an, die nicht nur
eine sehr realistische Haltung zum Leben besitzen, sondern
sehr klar nach äußeren, materiellen Kriterien eine Beziehung
zu ihm prüfen. Das eigene, unbewusste Streben Ihres Partners
nach materiellem und seelischem Schutz erlebt er dann in der
Projektion durch Sie. So ist es leicht möglich, dass Sie in
seinen Augen zu kritisch, zu wenig gefühlsbetont oder sogar
geizig sind. Obwohl Sie in der Tat derartige Eigenschaften
aufweisen, so ist seine ablehnende Reaktion ein Zeichen für
eigene, nicht integrierten Persönlichkeitsanteile, die ihn
in materiellen und seelischen Belangen selbst vorsichtig und
zurückhaltend sein ließen. Erst wenn Richard diese
Eigenschaften zu leben beginnt, kann für ihn die
Partnerschaft zu Ihnen mehr sein, als ein anstrengendes
Streben nach Ihrer Liebe.
Ihre Venus in Widder
Ihre
Offenheit und Unkompliziertheit im Umgang mit anderen
Menschen und in der Äußerungen Ihrer Sympathien machen es
Ihnen leicht, neue Kontakte zu knüpfen und sich auch in
neuen Situationen zurecht zu finden, ja Sie verspüren gar
ein Bedürfnis nach neuen Erfahrungen, nach Abwechslung und
Herausforderungen im zwischenmenschlichen Bereich. Nicht
zuletzt deshalb treten Sie von Zeit zu Zeit anderen Menschen
sogar zu nahe, werden als zu wenig diplomatisch kritisiert,
oder aber als sehr offen und direkt geschätzt.
Oft wird Ihre Offenheit und Spontaneität von anderen
Menschen falsch verstanden als Suche nach erotischen
Abenteuern. Die mit dieser Konstellation verbundene
Grundstimmung weist zwar auf eine intensive Erotik hin, die
jedoch keineswegs zwangsläufig in der Begegnung mit anderen
Menschen eine vorrangige Rolle spielt. Vielmehr kann an die
Stelle erotischer Bedürfnisse der Wunsch nach Kameradschaft
treten.
Venus hat indes nicht nur mit den eigenen Bedürfnissen nach
Kontakt zu tun. Sie weist auch auf die Art hin, in der Sie
versuchen, in Ihrer Beziehung ein harmonisches und erfülltes
Zusammenleben zu gestalten. Dieses durch Venus angezeigte
Bedürfnis dürfte Ihnen in einem erhöhten Maße bewusst sein
und so versuchen Sie oft, gezielt Harmonie und Gemeinsamkeit
zu erwirken, indem Sie die Initiative ergreifen und auf die
Mitmenschen spontan zugehen. Sie gehen aktiv auf Probleme,
die sich in der Beziehung allenfalls zeigen ein und scheuen
auch Auseinandersetzungen nicht, in denen auf konflikthafte
Weise ein Problem besprochen wird. Es ist Ihnen jedoch
lieber, nach einem reinigenden Gewitter wieder auf einer von
negativen Gefühlen unverstellten Ebene mit Richard sprechen
zu können, anstatt in einer Gewitterwolke auszuharren und zu
hoffen, diese möge doch so rasch als möglich wieder von
dannen ziehen.
Richard schätzt dies wahrscheinlich nicht immer im gleichen
Maß wie Sie und so dürfte es für Sie wichtig sein, nicht nur
mit Direktheit und Offenheit, sondern auch mit
Einfühlungsvermögen diese Prozesse der Konfliktlösung
anzugehen.
Sie empfinden sich selbst als Frau, die keine
oberflächlichen Kontakte, sondern ehrliche, direkte und
offene Beziehungen zu vielen Menschen sucht. Sie fühlen sich
wohl in der Bewegung und Begegnung mit anderen Menschen und
Ihre Abenteuerlust führt Sie immer wieder in neue
Lebenssituationen, die eine Herausforderung für Sie
bedeuten, in denen Sie sich selbst als lebendig und aktiv
erfahren können.
So messen Sie die Persönlichkeit Ihres Partners nicht
zuletzt an seiner Fähigkeit zur unmittelbaren Begegnung mit
anderen Menschen, vor allem aber auch daran, wieweit Richard
neben Nähe und Zärtlichkeit gepaart mit unmittelbaren
ehrlichen Gefühlen auch in der Lage ist, die Bindung
zwischen Ihnen nicht so stark werden zu lassen, dass ein
selbständiges Bewegen im Kreis von Freunden unmöglich wird.
Mars harmonisch Venus
Wir könnten
hier fast schon von einer typischen Beziehung zwischen Mann
und Frau sprechen. Die weiblichen Anteile der Persönlichkeit
Ihres Partners werden durch männliche Anteile Ihrer
Persönlichkeit harmonisch ergänzt, wodurch nicht nur eine
harmonische Sexualität begünstigt wird, sondern auch das
Gefühl der freundschaftlichen Zugehörigkeit zueinander, die
Lust, gemeinsam etwas zu unternehmen und die Freizeit
gemeinsam aktiv zu gestalten. Durch Sie erfährt Richard eine
große Akzeptanz seiner eigenen, sanften und weiblichen
Seiten, was ihm nicht nur die Möglichkeit gibt, sich frei
von Bestätigungsstress in der Partnerschaft glücklich zu
fühlen, sondern zudem einen Zugang zu den eigenen weiblichen
Anteilen der Persönlichkeit eröffnet, was nicht zuletzt
seine schöpferischen Kräfte fördern dürfte.
Venus dynamisch Jupiter
Sie haben
vermutlich ab und zu das Gefühl, dass Ihre Liebe von Richard
nicht entsprechend erwidert werde. Sie mögen sich mit ihm
grundsätzlich gut verstehen, sich gegenseitig lieben und
schätzen. Dennoch dürfte eine gewisse Diskrepanz bestehen
bleiben, die nicht zuletzt auf unterschiedliche
Vorstellungen bezüglich des Lebenssinnes und der
Lebensgestaltung zurückzuführen ist. Es bestehen zwischen
Ihnen und Richard grundsätzliche Differenzen in der
Auffassung darüber, was für ein glückliches Leben vonnöten
sei. Während Sie dabei vorwiegend Ihre eigenen seelischen
Bedürfnisse nach Liebe, Zärtlichkeit und Anerkennung durch
Ihren Partner im Vordergrund sehen, strebt Richard
möglicherweise ganz anderen Zielen nach und hat vielleicht
sogar nicht nur kein Verständnis für Ihre Bedürfnisse,
sondern kritisiert diese als nicht erstrebenswert.
Dieser Aspekt kann nach klassischer Lesung auf die
'Illegalität' der Liebesbeziehung hinweisen, wobei es zu
beachten gilt, dass nicht etwa von der heute gängigen Form
des Zusammenlebens, des so genannten Konkubinats, der Ehe
ohne Trauschein, die Rede ist. Wenn wir versuchen, die
tieferen seelischen Ursachen zu ergründen, die dazu führen,
dass Sie und Richard möglicherweise in einer Beziehung
leben, die in der klassischen Astrologie als illegal
bezeichnet wurde, stellen wir fest, dass dies auch als
Ausdruck einer seelischen Disposition verstanden werden
kann, die mit einschließt, dass Sie und Richard sich
gewissermaßen das Recht vorbehalten, im Falle eines
Nichtgelingens der Beziehung die Alternative in der Trennung
zu suchen, aus dem inneren Glauben heraus, dass das Ideal
einer harmonischen und funktionierenden Beziehung ohne
Konflikte tatsächlich verwirklicht werden könnte, was
natürlich ein Trugschluss ist.
Wenn in dieser Situation, die auf einen notwendigen
Reifeprozess hinweist, Freunde oder ein Elternteil nicht mit
der Verbindung einverstanden sind und sich vielleicht sogar
undifferenziert oder kritisch äußern, kann dies ein Gelingen
der Beziehung erschweren helfen, indem die ohnehin
bestehenden Vorbehalte gestärkt und der gute Wille zur
Gemeinsamkeit und Partnerschaft zwischen Ihnen und Richard
behindert wird.
Wenn dieser Aspekt anzeigt, dass unterschiedliche
Vorstellungen von Glück und Harmonie zwischen Ihnen und
Ihrem Partner bestehen, so kann sich dies darin äußern, dass
er in Ihrer Liebe nicht die 'wahre Liebe' zu erkennen
vermag, da er sich darunter etwas anderes vorstellt oder
dass Richard zu hohe Erwartungen an die Beziehung und an Sie
stellt, und Ihre Art, Ihre Liebe zum Ausdruck zu bringen
nicht wertschätzen kann, was natürlich die Harmonie der
Beziehung stören und somit eine Bestätigung für vorhandene
Zweifel liefern kann.
Der Aspekt beinhaltet für Sie und Ihren Partner eine ganze
Reihe von Entwicklungsmöglichkeiten, angefangen bei der
Loslösung vom Urteil anderer bis hin zur Befreiung vom
Urteilen über andere Menschen. Dies setzt jedoch eine
kritische Auseinandersetzung Ihres Partners mit den eigenen,
häufig unbewussten Wertungsschemata voraus. Derartige
Wertmuster stellen einerseits ureigene Anlagen dar,
andererseits sind eine ganze Reihe dieser Vorstellungen
darüber, was recht und was falsch sei, von den Erziehern
unkritisch übernommen und zu scheinbar eigenen, inneren
Wertungen gemacht worden. Das Erkennen von übernommenen und
vielleicht heute ungültigen moralischen Vorstellungen ist
jedoch nur der erste Schritt, dem ein tieferes Verstehen des
Unterschiedes zwischen Moral und Ethik folgen muss. Während
Moral - etwas vereinfacht ausgedrückt - gewissermaßen
modische Vorstellungen darüber enthält, was recht und falsch
sei, ist Ethik die Lehre von Recht und Unrecht aus einer von
persönlichen, modisch - gesellschaftlichen
Moralvorstellungen losgelösten Perspektive, die das
Gesamtwohl, sowohl des Individuums, als auch der
Gesellschaft und der Natur mit einschließt. Der wirklichen
Erkenntnis folgt zwingend und gewissermaßen automatisch die
Korrektur überholter Wertvorstellungen und erzeugt eine
größere Toleranz und Akzeptanz unterschiedlicher
Vorstellungen. Wertungen werden dann, wenn überhaupt, nur
noch mit großem Bedacht und keineswegs emotional abgegeben.
Die Aufgabe liegt jedoch nicht bei Richard allein. Sie
selbst scheinen sich mit diesem Thema auseinandersetzen zu
müssen. Wenn Sie sich die Frage stellen, wozu Sie diese
Konfrontation mit unterschiedlichen Auffassungen Ihres
Partners auszufechten haben, dürften Sie bald feststellen,
dass es auch bei Ihnen um ein ähnliches Thema geht,
namentlich um die Auseinandersetzung mit den eigenen
unbewussten Wertvorstellungen, welche Sie daran hindern, die
Befriedigung Ihrer ureigensten Bedürfnisse nach Liebe,
Geborgenheit und Glück anzustreben. Möglicherweise ist
Richard hier nur der Spiegel Ihres eigenen Unbewussten und
er wird Sie nur solange kritisieren, bis Sie gelernt haben,
die eigenen Handlungen und Bestrebungen als in Ordnung und
gut zu betrachten.
Die Schwierigkeit bei der Beschäftigung mit diesem Aspekt
allerdings dürfte nicht allein in den aufgeführten, man
könnte sagen, psychologisch-sachlichen Zusammenhängen
liegen, sondern vielmehr auch in der Art, wie sich diese in
Ihrer Beziehung zeigen, beziehungsweise bemerkbar machen.
Nicht immer wird es offensichtlich sein, woher die
Spannungen, Konflikte oder inneren Missstimmungen der
Beziehung stammen, da Sie beide in der Regel davon ausgehen,
dass Sie nur das Beste füreinander wollen, was sicherlich
wahr ist.
Neptun harmonisch Venus
Zwischen
Ihnen und Ihrem Partner herrscht eine innere Harmonie und
Übereinstimmung, die sich nicht nur in Ihrem alltäglichen
Zusammensein positiv auswirken dürfte, wo Richard sensibel
Ihre Anliegen wahrnimmt und auf diese einzugehen in der Lage
ist. Auch im Bereich der Sexualität ist dieser Aspekt ein
Hinweis darauf, dass Sie sich in diesem Erfahrungsbereich
liebevoll und zärtlich begegnen können. Durch Ihre
gegenseitige Fähigkeit, sich auf das Wesen des anderen
einzustimmen, dürfte eine offene und unmittelbare Begegnung
zwischen Ihnen und Ihrem Partner nicht nur möglich, sondern
besonders erfüllend sein.
Einerseits ist der Bereich der Erotik, der Sexualität durch
diesen Aspekt aus seiner Alltäglichkeit herausgehoben,
andererseits wird aber auch das ganz Alltägliche von Ihnen
gemeinsam auf eine besondere Weise erfahren und erlebt.
Richard versteht es, dem 'Gewöhnlichen' den Hauch des
Besonderen zu verleihen, ohne dieses unecht werden zu
lassen. Es ist dies ein Ausdruck seiner verfeinerten Gabe,
die unscheinbaren Dinge des Lebens wahrzunehmen und diesen
im eigenen Leben Raum zu gewähren, was seine Beziehung zu
Ihnen bereichert und verschönert.
Venus dynamisch Pluto
Sie scheinen
leidenschaftliche Beziehungen zu bevorzugen. Die Intensität
und Tiefe der Verbundenheit, die zwischen Ihnen und Richard
herrscht, ist nicht für jedermann erstrebenswert, und
wahrscheinlich dürften auch Sie von Zeit zu Zeit an der Nähe
zu Ihrem Partner nicht nur Ihre Freude haben, sondern auch
Phasen des Schmerzes und der Entbehrung erleben, in denen
Sie sich wünschen, eine etwas weniger enge Bindung
zueinander zu erleben. Die Nähe zwischen Ihnen und Richard
bedeutet indes nicht nur Leiden, sondern vielmehr eine
Innigkeit, die eher selten zwischen Partnern besteht und da
ist es nur natürlich, dass diese ausgeprägte Intensität der
Liebe eine ebensolche Energie auch in Krisensituationen
hervorruft.
Aspekte des Planeten Pluto weisen immer auch auf eine
Thematik der Abhängigkeit hin, die eng mit der persönlichen
Abgrenzung verbunden ist. Sowohl Sie, wie Richard scheinen
eine Partnerschaft zu suchen, die nicht nur von einer
intensiven gegenseitigen Bindung getragen ist, sondern das
eigene Glück eng mit dem Befinden und Verhalten des anderen
verbindet. Dadurch versichern Sie sich zwar der
Zugehörigkeit und Verbundenheit mit Ihrem Partner, begeben
sich aber auch in eine Position, in der Sie leicht
verletzbar sind, auch ohne dass Richard die Absicht hätte,
Ihnen Leid zuzufügen. Sie beide hegen große Erwartungen an
die Persönlichkeit des anderen und Sie glauben, die
Tatsache, dass Richard ein außergewöhnlich sensible
Wahrnehmungsfähigkeit für Ihre Gefühlsregungen besitzt, sei
eine Garantie dafür, dass er immer entsprechend
rücksichtsvoll zu Ihnen sei. Dass dies nicht so ist, wissen
Sie sicherlich selbst schon. Wichtig ist nach dieser
Erkenntnis aber, dass Sie auch davon Abstand nehmen, Ihren
Partner dafür verantwortlich zu machen, wenn Sie unter
seinem Verhalten leiden.
Diese nicht ganz einfache Aufgabe, die in diesem Aspekt
steckt besteht darin, dass Sie lernen, sich von der
Erwartung zu lösen, dass Richard für Sie da ist, stets
Rücksicht nimmt und ausschließlich Sie liebt. Die
vielbeschworene Fähigkeit, 'loszulassen' gewinnt in Ihrer
Partnerschaft an besonderer Bedeutung. Wie weiter oben
angedeutet, neigen Sie und Richard dazu, sich derart stark
aneinander zu binden, dass Sie voneinander abhängig werden.
Natürlich ist eine gegenseitige Beeinflussung in keiner
Partnerschaft zu umgehen, ja Sie muss stattfinden können,
damit einen Beziehung lebt. Wo Sie allerdings die eigenen
Bedürfnisse und Wünsche aufgrund, vielleicht sogar
unbewusster, Angst vor der Reaktion Ihres Partners
Einschränkungen unterwerfen, wird mit der Zeit ein Versuch
Ihrerseits stattfinden, aus der von Ihnen als unangenehm
empfundenen Selbstbeschränkung frei zu werden, was meistens
nicht so einfach sein dürfte.
Ehe jedoch ein Prozess der Lösung stattfinden kann, ohne
dass die Partnerschaft in Frage gestellt werden muss, ist
die Kenntnis einiger Mechanismen der Verdrängung der eigenen
Bedürfnisse zugunsten einer Anpassung an die Erwartungen des
Partners und der Zurückstellung oder gar der Verleugnung,
der eigenen Wünsche notwendig.
Richard verfügt, ohne dies zu beabsichtigen und ohne dies
zwingend zu missbrauchen, über einen großen Einfluss nicht
nur auf Ihr Wohlbefinden, sondern auf diesem Wege zum Teil
über Ihre gesamte Lebensführung. Sie selbst sind wohl nicht
in der Lage, sich selbst immer in der Klarheit abzugrenzen,
als dieser Einfluss für Sie unbedeutend sein könnte. Die
Bedeutung liegt jedoch weniger in der Feststellung diese
Einflusses, als vielmehr in der daraus resultierenden
Konsequenz, wonach Sie Ihre eigenen Bedürfnissen kennen
lernen und mutig verwirklichen lernen müssen, wollen Sie
nicht ständig in der Abhängigkeit Ihrer Stimmungen von
Richard leben.
Vermutlich verspürten Sie schon als Sie ihn kennen lernten
eine außergewöhnlich tiefe Bindung und es dürfte für Sie
unvermeidbar gewesen sein, sich auf eine Beziehung
einzulassen. Oft löst dieser Aspekt sogar eine gewisse Angst
vor der Nähe zueinander aus, die als Andeutung der
gegenseitigen Verletzlichkeit betrachtet werden kann,
gewissermaßen als eine Warnung, nicht zu leichtsinnig in die
Beziehung einzutreten. Es ist die Warnung vor der
Selbstaufgabe zugunsten der Beziehung.
Die Schwierigkeiten innerhalb der Partnerschaft ergeben sich
nun weniger weil Sie Ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellen
oder verdrängen, sondern vielmehr aus der daraus
resultierenden, meist länger anhaltenden Frustration, die
sich mit der Zeit in Form von Aggression zeigen kann, die
allerdings aufgrund der seelischen Abhängigkeit nur
schwerlich reinigend zum Ausdruck gebracht werden kann. Es
geht somit darum, dass Sie selbst kritisch prüfen, wo Sie
sich selbst verleugnen, denn vermutlich dürfte es nicht erst
seit Ihrer Partnerschaft mit Richard so sein, dass Sie sich
selbst zu wenig einbringen können. Es dürfte sich hier um
ein 'Urproblem' handeln, mit welchem nicht nur Sie sich
auseinandersetzen müssen, sondern auch Richard. Denn in dem
Maße, wie Sie selbst Abhängigkeit zu Ihrem Partner
verspüren, ist er mit Ihnen scheinbar unlösbar verbunden und
muss selbst lernen, die in sich ebenso unterdrückten
Wesensseiten zu leben. Während Richard wahrscheinlich von
außen betrachtet weniger Mühe bekundet, sich selbst, auch
gegen Ihren Willen, zu verwirklichen, ist diese offene
Selbstdurchsetzung für Sie die eigentliche Hürde, die es zu
überwinden gilt. Dies setzt insbesondere voraus, dass Sie
sich Ihrer eigenen Verhaltensweise der persönlichen
Anpassungsbereitschaft bewusst werden.
Möglicherweise wurden Sie schon in Ihrer Kindheit mit der
Tatsache konfrontiert, dass Ihre eigenen Wünsche und
Bedürfnisse nicht ernst genommen, ja vielleicht sogar
lächerlich gemacht wurden. Hier können unbewusste
Enttäuschungen und Schmerzen verborgen sein, durch die Sie
immer wieder in Situationen schlittern, in denen Sie, als
wollten Sie den alten Bann brechen, immer wieder die
Gelegenheit erhalten, den Mut zu entwickeln, sich selbst als
liebenswert und wertvoll zu schätzen, ohne sich selbst zu
überschätzen, zu sich selbst zu stehen und Ihren Mitmenschen
gegenüber verteidigen, dass Sie ein Recht auf Glück haben,
ohne deren eigenes Glück zu beschneiden.
Dieser Aspekt wirkt sich leicht auch auf die Sexualität aus,
wo Sie sich möglicherweise genötigt fühlen, mit Richard
sexuellen Kontakt zu haben, den Sie sich nicht immer oder
nicht in der von ihm gewünschten Form oder Frequenz zu
pflegen wünschen. Es kann sich zwar auf die
partnerschaftliche Harmonie, nicht aber auf Ihr seelisches
Wohlergehen ungünstig auswirken, wenn Sie klar und
unmissverständlich zum Ausdruck bringen, wenn Ihnen entweder
nicht nach sexueller Vereinigung zumute ist oder Sie eine
andere Form der Sexualität wünschen. Genauso deutlich weist
dieser Aspekt auf die Notwendigkeit hin, dass Sie Ihrem
Partner in diesem Bereich nicht lernen 'Nein' zu sagen,
sondern auch 'Ja' zu Ihren eigenen Bedürfnissen, Vorlieben
und Wünschen, ohne Angst zu haben, Richard könnte Sie
deshalb weniger lieben.
Möglicherweise fasst Richard Ihre Offenheit manchmal als
Angriff oder als Flucht Ihrerseits auf. Dies würde
allerdings zeigen, dass er das mit diesem Aspekt verknüpfte
Thema eines mangelnden Vertrauens in die Liebe und die
Beziehung nicht aufgearbeitet hat. Er steckt dann in einer
oben schon angedeuteten Abhängigkeitssituation zu Ihnen, in
der er kaum in der Lage sein dürfte, ein Verhältnis zu Ihnen
zu pflegen, das meistens entspannt ist. Vielmehr ist die
Angst, Sie zu verlieren groß und der Weg zur Befreiung aus
dieser seelisch-körperlichen Abhängigkeit schwierig. Nicht
dass es ihm unmöglich wäre, sich über diese Ängste
hinwegzusetzen. Durch die Verdrängung der Angst ist diese
jedoch keineswegs überwunden, sondern kehrt vielmehr in Form
von Distanz, Bindungsscheu und Reserviertheit zurück. Es ist
wohl diese Distanz, die Sie verletzt, die Sie als zeitliche
Trennung empfinden und gegen die Sie sich wehren, als würde
es sich hier um einen willentlichen Trennungsakt Ihres
Partners handeln, obwohl er scheinbar nicht anders handeln
kann.
Ein möglicher Ausweg, der allerdings viel
Einfühlungsvermögen erfordert, liegt in der gemeinsamen
Betrachtung der eigenen und der Berücksichtigung der Gefühle
des Partners. Im gemeinsamen Gespräch können Sie versuchen
über Ihre Ängste nachzudenken, Ihre Grenzen, Wünsche,
Hoffnungen und Gefühle dem anderen mitzuteilen, ohne sich
vor dessen Reaktionen zu fürchten. So ist eine Möglichkeit
eröffnet, anstatt gespannten Konflikten und möglicherweise
sogar Machtkämpfen auf der Ebene von Sexualität, die Tiefen
der eigenen Seele und derjenigen Ihres Partners zu ergründen
und diese liebevoll anzunehmen.
Die Qualität des Planeten Pluto, wonach dieser eine
unnachgiebige Forderung nach der Erfüllung der Aufgabe, die
ein Zeichen stellt, bedeutet, vermischt sich mit Ihrem
Streben nach Harmonie. Obwohl nun von der Qualität des
Zeichens her gesehen die gleiche Thematik angezeigt ist,
kann zwischen Ihnen und Ihrem Partner eine Spannung
entstehen, deren Auflösung im Verständnis dieser Thematik
liegt.
Weder Sie, noch Richard können wohl für sich beanspruchen,
das einzig Richtige zu wollen oder zu tun, und somit können
Sie und Richard voneinander lernen. Sie, was es bedeutet,
Ihre schöpferischen Lebenskräfte von Zeit zu Zeit
einzuschränken, um dann mit Schwung an neue Aufgaben
heranzugehen, während Richard genau das Gegenteil, die
entspannte und 'ziellose' Freude am Leben und an der
Bewegung, die in diesem steckt, durch Sie zu erfahren, um
dadurch eine unmittelbare und spontane Erlebnisfähigkeit
wiederzuerlangen, die Richard eher abgeht.
Mars des Partners in Waage
Der Sinn für
Kunst, Ästhetik, Schönheit, Harmonie und Gemeinsamkeit von
Richard zeigt sich in seiner umgänglichen, zuvorkommenden
und liebevollen Art, sich Ihnen gegenüber zu verhalten. Er
verfügt über ein geringes Aggressionspotential und fürchtet
sich vor Konflikten, selbst wenn er diese zu seinen Gunsten
entscheiden könnte. Er versucht in schwierigen Situationen
stets zu vermitteln und selbst dann Kompromisse einzugehen,
wenn diese einen eindeutigen Nachteil für ihn bedeuten.
Vielleicht ist er von sich selbst überzeugt, dass er in der
Lage ist, diese ohne weiteres hinzunehmen, was allerdings
einer Selbsttäuschung entsprechen dürfte.
So nachgiebig Richard auch sein mag, verfügt er doch über
eigene Bedürfnisse, deren Missachtung Frustration nach sich
zieht. Zwar erreicht er möglicherweise durch Einlenken und
Zurückstehen eine momentane Beruhigung von
konfliktträchtigen Situationen zwischen Ihnen, was jedoch
noch keine Verhinderung oder Überwindung von Frustrationen
bedeutet. Friedfertigkeit kann im Gegenteil sogar Streit
zwischen Ihnen eigentlich erst verursachen, auch wenn er
dies natürlich nicht beabsichtigt. Obwohl es schwer ist, mit
ihm zu streiten - zu schnell lenkt er ein - kann er
unbewusst doch Konflikte erzeugen, wenn Sie sich durch seine
Zurückhaltung provoziert fühlen. Nicht er ist es dann aber,
der für den Streit verantwortlich ist, sondern Sie. Es sei
wiederholt, dass dies nicht eine bewusste, absichtliche
Provokation von Streit sein muss, sondern dass es sich hier
um einen unbewussten Prozess des Strebens nach Ausgleich
handelt.
Trotzdem ist es eigentlich Richard, der für derartige
konfliktträchtige Prozesse innerhalb Ihrer Partnerschaft
mitverantwortlich ist. Diesen Prozessen kann er allerdings
entgegenwirken, indem er lernt, seine angeborene Scheu vor
aggressiver Konfrontation mit anderen Menschen und
insbesondere mit Ihnen zu überwinden. Eine unabdingbare
Voraussetzung dafür ist zunächst seine Bereitschaft, den Mut
aufzubringen, zu sich selbst zu stehen, auch wenn dies gegen
den Willen oder Wunsch anderer geht, oder ein Streit
unausweichlich die Folge ist.
Vielleicht ist Richard Fan von Kriegsfilmen, oder von
dramatischen Stücken, durch die er sich immer wieder die
Sinnlosigkeit von Kampf und Krieg vor Augen führen kann.
Nicht die Betrachtung der Aggressionen bereitet ihm dabei
Freude, sondern der Gedanke, dass er selbst nicht so
destruktiv ist. Sein Bewusstsein ist darauf ausgerichtet, in
Frieden und Harmonie zu leben. Streit empfindet er als
persönliches Versagen und es bedarf eines Umdenkens, damit
Richard erkennt, dass es sogar einer besonderen Fähigkeit
bedarf, kreativ zu streiten. Es geht dabei weniger darum,
dass es Sinn machen würde, sich einfach anzuschreien, oder
Gehässigkeiten auszutauschen, als vielmehr darum, im
Ausdruck der eigenen Gefühle eine Reinigung der Seele zu
erreichen, nach der ein Gespräch zwischen Ihnen auf einer
anderen Ebene als der des Streits wiederum möglich wird.
In dem Maße, in dem Richard selbst bereit ist, sich für Sie
und die Beziehung einzusetzen, erwartet er Entgegenkommen
und Kompromissbereitschaft auch von Ihnen. Solange diese
Erwartung nicht zur Forderung wird und bewusst bleibt, läuft
Richard auch nicht Gefahr, enttäuscht zu werden. Er gesteht
Ihnen auch zu, sich vielleicht sogar aggressiv zu verhalten,
ohne dass er dies als Liebesverlust oder Bruch in der
Beziehung empfindet.
Ihr Mars in Fische
Tief in Ihrem
Inneren sitzt der Schock des Verletzens und des
Verletztwerdens. Sie wissen um die zerstörerische Kraft, die
im freien Lauf des Streites steckt, und so versuchen Sie
meistens, nicht nur die eigenen Aggressionen zu beherrschen
oder gar zu unterdrücken, sondern auch die Aggressionen
anderer Menschen und insbesondere diejenigen innerhalb von
Partnerschaften auszuschalten oder doch zu verhindern.
Dadurch laufen Sie Gefahr, auch in Ihrer Beziehung zu
Richard nicht nur zu sensibel zu reagieren, sondern oft auch
eine offene Auseinandersetzung durch Ausweichversuche zu
umschiffen.
Da jedoch innerhalb von Beziehungen immer wieder Ereignisse
eintreten, die einen Konflikt unausweichlich machen, laufen
Sie in diesem - nun innerlichen - Kampf Gefahr, nicht mehr
zu sich selbst zu stehen, gerade so, als würde Sie in
solchen Momenten der Mut verlassen, klar und deutlich zum
Ausdruck zu bringen, was Sie wollen. Vielleicht vergessen
Sie in der Schrecksekunde, in der Sie Ihre Wünsche
möglicherweise gegen den Widerstand eines anderen Menschen
durchsetzen sollten, Ihre ursprünglichen Pläne und guten
Vorsätze, um damit einer Auseinandersetzung mit Richard
auszuweichen. Sie werden jedoch kaum darum herum kommen,
sich den Schwierigkeiten zu stellen, die sich nun einmal
durch das Zusammenleben von Menschen ergeben.
Sie mögen versuchen nachzugeben, einzulenken und sich selbst
zurückzustellen, nur um Probleme zu vermeiden. Dass dies
jedoch ein trügerisches Unterfangen ist, dürfte Ihnen
wahrscheinlich schon bekannt sein. Sie können sich zwar über
eine bestimmte Periode hinweg den eigenen Wünschen
verschließen und sich ganz auf die Bedürfnisse von Richard
einstimmen. Aber auch Ihre Belastbarkeit und Ihre Fähigkeit,
sich selbst zu verleugnen, hat Grenzen. - Gut, wenn Sie in
Momenten, in denen Sie eine persönliche Grenze erreichen,
nicht nur auf Freunde oder Freundinnen zählen können, die
Ihnen Mut 'zum Durchhalten' machen, sondern Sie auch auf die
Notwendigkeit hinweisen, dass innerhalb von Partnerschaften
ein Streit wie ein reinigendes Gewitter wirken kann, im
Gegensatz zu lange gestauter Wut und lange verhaltener
Unzufriedenheit.
Ihre Vorstellung vom 'idealen Mann' ist geprägt von der
Hoffnung auf die Möglichkeit, durch diesen die eigene
Schwäche bei der offenen Willensdurchsetzung überwinden zu
können. Sie sind bereit, sich ganz für die Beziehung
einzusetzen, erwarten aber unbewusst, dass Richard Ihnen die
Möglichkeit einräumt, sich selbst unter Vermeidung von
Aggressionen einzubringen, Ihre Vorstellungen verwirklichen
und sich selbst durchsetzen zu können.
Vielleicht erwarten Sie von Richard auch, dass er
gewissermaßen Ihre Rolle, das heißt die Rolle des
Zurückhaltenden übernimmt, wodurch Ihnen die Möglichkeit der
ungehinderten Selbstentfaltung gegeben würde. Wie dem auch
sei! Es mag eine Erleichterung für Sie bedeuten, gegenüber
Richard den eigenen Willen durchsetzen zu können. Letztlich
geht es jedoch auch darum, dass Sie Ihre eigenen,
unbewussten männlich-erotischen Anteile Ihrer Persönlichkeit
entfalten und sich die Möglichkeit geben, auch aggressive
Selbstdurchsetzung zu erlernen.
Mars harmonisch Mars
Sie verfügen
über ähnliche Vorstellungen darüber, wie in
Konfliktsituationen zu reagieren sei, sowie darüber, welche
Methode der Selbstdurchsetzung welche Art und Weise der
Lebensbehauptung Sie bevorzugen. Dieser Aspekt stellt nicht
nur eine gute Voraussetzung dar, was die Übereinstimmung im
erotisch-sexuellen Bereich betrifft, sondern auch bezogen
auf die Umsetzung von Plänen und das Verfolgen von Zielen
ganz allgemein. Sei können sich hier gegenseitig
unterstützen und finden nicht nur die Art des Handelns des
Partners als richtig, sondern fühlen sich auch in Ihrer
eigenen Art und Weise des Vorgehens bestätigt und
unterstützt. Dies fördert nicht nur ein harmonisches
Zusammensein auch im beruflichen Bereich. Gemeinsame
Unternehmungen im privaten Bereich, wie zum Beispiel Hobbys,
Sportarten und dergleichen sind hier genauso gut möglich,
was einer harmonischen Beziehung mehr als zuträglich ist.
Saturn dynamisch Mars
In der
klassischen Astrologie wurde dieser Aspekt als
Trennungsaspekt gewertet, was so heute nicht mehr vertreten
werden kann. Zwar bedeutet dieser Aspekt sicherlich die
Notwendigkeit, beiderseits echte Kompromisse einzugehen,
jedoch muss eine Trennung keinesfalls zwingend eintreten. Im
Gegenteil! Wenn Sie oder Richard denken, eine Trennung
könnte die Lösung von partnerschaftlichen Problemen sein, so
ist dies wohl eher als ein Fluchtversuch vor einer tief
greifenden Auseinandersetzung mit dem eigenen Unbewussten zu
werten, genauer gesagt, als eine Vermeidung der Angst vor
dem Verlassen- und Erwachsen-Werden.
Sie und Richard neigen leicht dazu, negative Erfahrungen,
die Sie beide mit Erziehungspersonen gemacht haben,
aufeinander zu projizieren. Wenn Richard daher manchmal den
Eindruck nicht loswerden kann, Sie wollten ihn
herumkommandieren, ihm Vorschriften machen oder ihm Leid
zufügen, so hat dies meistens ursächlich wenig mit dem
realen Verhalten zu tun, auch wenn zwischen Ihnen bereits
eine Dynamik bestehen kann, in der Sie sich gegenseitig
immer wieder für erlittenes Unrecht aneinander glauben
rächen zu müssen. Sie sind beide gleichermaßen anfällig für
seelische Verletzungen. Sie dürften Handlungen von Richard
oft als herausfordernd oder gar aggressiv empfinden, während
er vielleicht sogar glaubt, sich mit Vehemenz gegen die
Einschränkung und Unterdrückung Ihrerseits wehren zu müssen.
Wo Sie und Richard dies im eben beschriebenen Bewusstsein
miteinander austragen, sind Schwierigkeiten zu erwarten, da
Sie noch nicht in der Lage sind, die Ursachen der eigenen
Verletztheit und der Heftigkeit Ihrer Reaktionen bei
Auseinandersetzungen, in der eigenen einschränkenden
Kindheitserfahrung, zu erkennen.
Oft dürften Sie sich dann in Konflikten zueinander befinden,
in denen Sie weniger darüber nachdenken, weshalb Sie
miteinander Spannungen erleben, sondern vielmehr Ihr
Bewusstsein darauf ausgerichtet haben, sich zu
rechtfertigen, oder aber sich selbst Genugtuung zu
verschaffen.
Um bei dieser Konstellation aus dem Teufelskreis von
Verletzungen herauszutreten, bedarf es einer besonderen
Annäherung an die eigene seelische Verletzbarkeit und
Verletztheit. Richard scheint immer wieder Situationen oder
Menschen aufzusuchen, die ihm Grenzen setzen, die ihn daran
hindern, sich selbst zu sein, die eigenen Wünsche und
Bedürfnisse unabhängig von Erwartungen, Forderungen und
Vorschriften anderer zu verwirklichen. Wahrscheinlich hat
Richard schon in seiner Kindheit und Jugend ähnliches
erfahren und sucht unbewusst nach einer Erlösung aus diesem
Prozess. Das Hindernis, welches sich zwischen Richard und
sein persönliches Glück und seine individuelle Freiheit
gestellt hat, sind nicht Sie, sondern ist vielmehr seine
Angst, die Liebe und Zuneigung der Mitmenschen zu verlieren,
wenn er seine eigenen Wünsche, Triebe, Bedürfnisse und Ziele
verwirklichen würde. Diese Angst, die für Richard so wenig
einsehbar sein dürfte, wie für Sie, kann zudem unbewusst
sein, was die damit verbundene Aufgabe der Bewusstwerdung
und Integration erschwert.
Wenn Richard es allerdings schafft, die zum Teil destruktive
Dynamik, die zwischen Ihnen spielt als ureigenstes Problem
zu erkennen, in dessen Zusammenhang Sie nicht mehr sind als
eine Mitspielerin, gibt er sich die Chance, aus diesem Kreis
von Schuld und Schuldzuweisung herauszutreten und das
partnerschaftliche Zusammenspiel als abhängig von seinen
eigenen Gedanken und von seiner Fähigkeit, diesem eine
positive Wende zu geben, betrachten kann. Einfach
ausgedrückt heißt dies: Wenn Richard zu erkennen in der Lage
ist, dass Sie ihn wirklich und tatsächlich lieben, und
nicht, wie er dies vielleicht in seiner Kindheit und Jugend
erfahren hat, nur eigene, ich-bezogene Wünsche durch Richard
zu befriedigen suchen, und dass Sie sich nach seiner Liebe
und nicht nach seinen Bemühungen sehnen, werden Sie beide
zueinander finden können und gleichzeitig die gegenseitigen
Verletzungen vergessen können, was die Voraussetzung zu
einer freien und tiefen Liebe bedeutet. Richard muss
allerdings lernen, aus den negativen Schemata des
Ausgenutzt-Werdens und des Ausnutzens herauszutreten und
stattdessen eine von den Gefühlen des Wohlwollens getragene
Beziehung zu entwickeln.
Wo Sie und Richard gelernt haben, ineinander wieder die
Liebenden zu sehen, werden Sie auch leichter damit fertig,
dass Sie von Zeit zu Zeit ein Gefühl entwickeln, sich
gegenseitig fern zu sein. Dies muss kein Grund zur
Beunruhigung sein. Es geht hier, wir könnten sagen, um eine
Frage der Energien. Sie brauchen von Zeit zu Zeit eine
gewisse Distanz zueinander, etwas Freiraum, mit dem es
richtig umzugehen gilt. Wahrscheinlich schwingt hier bei
Ihnen wie bei Richard eine gewisse Angst mit, die Beziehung
könnte sich auflösen. Dem muss aber keineswegs so sein. Es
besteht sogar die größere Gefahr einer endgültigen Trennung,
wo Sie nicht die Fähigkeit entwickelt haben, sich
gegenseitig wirklich Freiraum zuzugestehen. Es geht hier
weniger um den Freiraum etwa der sexuellen Untreue, die
jedoch bei allzu einengenden Situationen und großen
Verletzungen durchaus ins Spiel kommen kann, als vielmehr um
die Gelegenheit, sich auch ohne die partnerschaftlichen
Verpflichtungen zurückziehen und den ureigensten Interessen
widmen zu können.
Sie neigen hier, wie Richard auch, zu einer strikten
Einhaltung von Vereinbarungen, insbesondere hergebrachter
Natur. Sie müssen hier lernen, mehr Toleranz und
Selbständigkeit zugleich zu entwickeln. Das heißt: Sie
sollten sich die Erlaubnis erteilen, im Rahmen der
partnerschaftlichen Vereinbarungen für sich die Grenzen
berühren zu dürfen, während Sie dieses Recht ausdrücklich
und praktisch auch Richard zugestehen. Das heißt
Erwachsen-Sein.
Besonders wichtig ist für Sie und Richard die Kommunikation,
wobei nicht nur das Gespräch, sondern vor allem auch die
seelische Beziehung, die stets in Gesprächen miteinbezogen
werden sollte, gemeint ist. Nur wenn Sie ganz offen und
unverblümt die eigenen Wünsche, Hoffnungen und Ängste
miteinander besprechen gelernt haben, werden Sie in die Lage
kommen, sich auf diesem Prozess der Selbstentfaltung
gegenseitig zu begleiten und die Partnerschaft mit wachsen
zu lassen.
Nachwort zur
PARTNERSCHAFTSASTROLOGIE
AUS TIEFENPSYCHOLOGISCHER SICHT
Um die
Partnerschaftsastrologie in ihrem tieferen Sinn zu
verstehen, müssen wir das Prinzip von Ursache und Wirkung
verlassen. Dieses Prinzip ist nur ein Kunstgriff unseres
Verstandes, um uns die Strukturen in der Welt einsichtiger
zu machen (denn die Voraussetzungen unseres Verstandes
zwingen uns, die Welt nach dem Prinzip von Ursache und
Wirkung zu betrachten). Wir müssen begreifen, daß die
Ursachen, aus denen sich die Wirkungen ergeben, selbst nur
Wirkungen zurückliegender Ursachen sind, die sich auf immer
weiter zurückliegende Voraussetzungen zurückführen lassen.
Probleme in der Beziehung sind die Wirkungen weiter
zurückliegender Ursachen, die wiederum Wirkungen noch
tieferer Ursachen sind. Man muß sich Gedanken über die
Gesamtzusammenhänge machen, um sich mit seinen Problemen
spirituell oder tiefenastrologisch auseinandersetzen zu
können.
Es ist nicht nur der Partner, der uns gibt oder nicht gibt,
was wir von ihm erwarten; genauso sind wir es selbst, die
den anderen unbewußt dazu zwingen, uns das Bild zu
vermitteln, das wir aufgrund unserer Vorstellung von ihm
erwarten. Solche Beobachtungen helfen uns zu erkennen, daß
unsere objektive Wirklichkeit einem Denken entspricht, das
sich aus seinen Beobachtungen selbst ausschließt, weil es
glaubt, außerhalb zu stehen und den anderen getrennt von der
eigenen Vorstellung zu sehen. In Wirklichkeit gibt es nur
die Wechselwirkung zwischen dem Beobachter und dem
Beobachteten, wobei der Beobachter das, was er sehen will,
in das zu Beobachtende einfließen läßt, um in der Außenwelt
die Bestätigung für das zu bekommen, was er sehen will.
Erst wenn wir den anderen von unserem inneren Bild abziehen,
können wir ihn wirklich sehen, da er sonst mit unserer
inneren Vorstellung verschmilzt. Wir sehen eine Sache nicht
so, wie sie ist, sondern nur so, wie wir sie sehen wollen.
Wenn Disharmonien zum Partner in unserer Psyche angelegt
sind, dann kann sich der andere verhalten, wie er will -
immer wird er von unserem unbewußten Verhalten in eine Lage
gezwungen, in der sich die Spannungen auch auslösen. Das,
was mir im anderen begegnet, sind meine inneren Bilder, die
mich zwingen, mich denjenigen Umständen in der Umwelt
auszuliefern, die mich dorthin dirigieren, wo mich mein
gelebtes, akzeptiertes Schicksal freudig belohnt oder mich
meine Verdrängungen zwangsweise von außen wieder einholen.
Immer sind es die Gefühle uns selbst gegenüber, die uns
einladen, den anderen aus jener Perspektive zu beurteilen,
die den Gefühlen entspricht, mit denen wir uns
identifizieren. Es sind die uns anziehenden Gefühle, an die
wir uns je nach Anlagen zu binden haben und die dann über
diese Bindungen die Funktionen oder Wirkungen in unserem
Leben festlegen, die wir aufgrund unserer Veranlagungen über
den Partner in unser persönliches Schicksal übernehmen.
Dieses Geflecht, das dem Verhalten der menschlichen Psyche
entspricht, sich immer auf irgend etwas zu beziehen, ist die
Welt, die sich aus dem Bewußtsein dieser Bilder nährt. Es
ist also wichtig zu wissen, daß die Probleme in einer
Partnerschaft auch Probleme einer Folge von
Wirkungsprinzipien sind, die auf Ursachen folgen, deren
Grundlagen in uns selbst zu suchen sind. Dieses
Beziehungsgeflecht zieht sich durch die Geschichte der
Menschheit und wird gleichsam zu der Straße, auf der sich
Generationen vererbter Vorstellungen bewegen. Und so, wie
die Menschheit keinen Frieden finden wird, solange sie ihr
Verhalten nicht ändert, weil der Krieg exakt den
Auswirkungen menschlicher Verhaltensmuster entspricht, so
werden sich die Partnerschaftsprobleme nicht ändern, wenn
man dem anderen die Schuld gibt. Der andere ist nicht nur
Ursache, sondern auch Wirkung in unserem eigenen Verhalten,
das gleichzeitig in die Vergangenheit und in die Zukunft
weist.
©Akron
Schweiz
* * * * * * * * * * * *
Schlusswort
Die
vorstehenden Seiten sollen nicht sagen: "So ist Ihre
Beziehung! Dieses und das tun Sie, und so wirken Sie
aufeinander!", auch wenn es von der Formulierung manchmal
diesen Eindruck erwecken könnte. Diese Seiten enthalten
einen Überblick über die Symbolik der Planeten, wie sie zum
Zeitpunkt und am Ort Ihrer Geburt und der Geburt Ihres
Partners am Himmel standen. Laut Erfahrung und Statistik
gibt es Parallelen zwischen Planetenkonstellationen und
Beziehungsthemen. Man kann sie als Wegweiser durch die
unzähligen Aspekte der Partnerschaft nutzen und mit ihrer
Hilfe Motivationen und Verhaltensmuster bewusster erkennen.
Vielleicht haben Sie in der ersten Neugier die ganze Analyse
in einem Zug durchgelesen und sind ein bisschen verwirrt
über die Vielfalt der Themen. Möglicherweise schleicht sich
auch eine leichte Enttäuschung ein, doch kein Patentrezept
erhalten zu haben. Das Ziel dieser Seiten ist es, die
vielseitigen Aspekte Ihrer Partnerschaft zu beschreiben und
Ihnen damit Denkanstösse, Diskussionsstoff und Anregungen
zum Beobachten des eigenen Verhaltens zu geben. Sie ziehen
den grössten Nutzen aus diesem Text, wenn Sie immer wieder
einmal hineinschauen, eine oder zwei Seiten lesen und sich
darüber miteinander aussprechen.
©
by A.Cortesi
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