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Astrologisches Entwicklungsprofil

Tiefenpsychologische Interpretation des Geburtsbildes mit Transitabfrage
Ursachen - Wirkungen - Lösungswege

Thomas Gottschalk

geboren am 18.05.1950 um 17.00 Uhr (Zeitzone: 1h 0m 0s Ost)
in Bamberg (D), Länge: 010.53 Ost, Breite: 49.53 Nord

Transitabfrage am 05.01.2005

 

 Vollversion der Analyse als PDF

T E X T A U S Z Ü G E

Radix-Saturn im 4. Quadranten

DEM METAPHYSISCHEN UND DER HÖHEREN ORDNUNG VERPFLICHTET

Auch das Unerklärliche, das Mystische, das Universum als solches ist geordnet. Was viele Menschen aufgrund langjähriger Studien oder harter eigener Lebenserfahrung herausfinden, kommt einem im Rahmen dieser Konstellation „wie die natürlichste Angelegenheit der Welt“ vor. Für diese Erkenntnis bedarf es keinerlei Anstrengung. Oft ergibt sich eine natürliche Bereitschaft, den Dingen vertrauensvoll ihren Lauf zu lassen und abzuwarten, was geschieht.

Auch dies hat aber mehrere Seiten. Vor allem die starke Betonung (zuweilen zwanghafte Fixierung) auf überpersönliche, transzendente Lebensbereiche oder Erklärungen macht es einem bei dieser Konstellation oft schwer, sich selbst ins Spiel zu bringen. Die anlagebedingte Geringschätzung des Subjektiven („das Rädchen im großen Getriebe“) führt häufig zu einer Missachtung persönlich wichtiger Notwendigkeiten. Man ist in der Lage, das Universum zu erklären, nicht aber sich selbst!

Dies führt in der Regel zu erheblicher Verwirrung, zunächst bei den Mitmenschen, sodann bei einem selbst. Man wirkt „sonderbar verklärt“ (im Realen) und doch „klar“ (im Irrationalen). Man selbst hat Schwierigkeiten, Anforderungen des normalen Lebens standzuhalten und wundert sich zuweilen darüber, da das Normale eigentlich als leicht handhabbar gilt. Dennoch wird das Naheliegende gerne zu Gunsten des Unerreichbaren übersehen, das menschlich Vernünftige (damit Erklärbare) zu Gunsten des geistig Verstiegenen geopfert. Schwere Lösungen scheinen prinzipiell glaubwürdiger als leichte, lange Wege prinzipiell ertragreicher als kurze. Das mag auch generell im Leben tatsächlich so sein, aber bei dieser Konstellation wird es zum unumstößlichen Gesetz erhoben: „Der Himmel ist alles, der Mensch ist nichts.“

Diese Grundtendenz kann sich extrem verstärken und zu einem ständigen Leben außerhalb der Subjektivität führen, damit zu Verantwortungslosigkeit (eher sich selbst gegenüber als anderen). Es dreht sich letztlich das Problem der Standortfindung in einer subjektiv und real existierenden Welt, ohne den eigentlichen Wert dieser Welt erkennen zu können. In Ergänzung dazu geschieht es häufig, dass der Mensch das Transzendente derart verklärt und idealisiert, dass es unerreichbar wird (damit aber auch immer begehrenswert und zum Zentrum eines unerfüllten Lebens wird). Es gilt zu erkennen, dass die transzendente Dimension des Menschen nur eine von vielen Facetten des Lebens ist und nicht zu Ungunsten der anderen geheiligt werden sollte.

Dieser Grundwesenszug zeigt sich ausdifferenziert in folgenden Saturn-Konstellationen:

Radix-Quadrat Mond und Saturn. In hoher Ausprägung ergibt sich das Konstellationsbild

Mond / Saturn - ICH BIN EINZIGARTIG, ICH BIN SCHÖN

Auswirkungen und Ursachen:

Blockierung der Gefühle und damit des freien Flusses der psychischen Energie, des Kontaktes zur eigenen seelischen Natur, des Urvertrauens zum Leben ansich, der seelischen Ablösung von der Mutter und des Willens erwachsen zu werden. Saturn/Mond Probleme gehören zu den am schwersten zu lebenden Konstellationen, da hier das Ungeborene gar nicht erst geboren werden will. Andererseits auch hier größte Möglichkeiten, ein bewusstes, freies und erfülltes Leben zu führen. Der Wunsch des Ungeborenen, nicht geboren zu werden, resultiert hier aus dem im Mutterleib erfahrenen Ungeborgenheitsgefühl der Mutter. Die Mutter fühlt sich z.B. von der Familie des Mannes nicht akzeptiert oder sie ist gesundheitlich (seelisch oder körperlich) total überlastet. Die vorhandene Ungeborgenheit entsteht auch durch ev. unklare Verhältnisse vor der Geburt, etwa Wohnungsprobleme, Trennung vom Vater oder sogar bei häufigem Partnerwechsel durch Unsicherheit, wer der Vater ist. Die  Einstellung der Mutter überträgt sich vorgeburtlich auf das Kind. Die unbewusste Angst der Frau, Mutter zu werden, läßt die Geburt in der Regel schwierig werden. Nicht nur das Kind, auch die Mutter will die Geburt verhindern. Die schwere Geburt symbolisiert die spätere Unfähigkeit, sich voneinander zu lösen. Das Kind bleibt ungeboren, in der totalen Identifikation mit der Mutter. Die Angst die Mutter zu verlieren, wird lebensbestimmend. Das Kind beginnt instinktiv, alle Verhaltensweisen, die Disharmonie und Ungeborgenheit bedeuten könnten, zu vermeiden. Es wird ruhig, artig, zärtlich, rücksichtsvoll und allgemein verzichtend, aus Angst, die Mutteridentifikation zu verlieren. Gefühlsübereinstimmung wird zum Selbstverständnis.

Die Übereinstimmung mit der Mutter führt zu fehlender Eigenidentifikation. Man lernt eigene Gefühle nicht kennen, denn eigene Gefühle entspringen eigener Natur. Die aber wurde zugunsten der Mutter aufgegeben. So wird man von der Gefühlsübereinstimmung abhängig, zunächst mit der Mutter, später mit der Umwelt. Die Umwelt wird zum verlängerten Mutterschoß. Man lebt mit dem unbewussten Anspruch, von allem und jedem geliebt zu werden und verfällt in tiefe Depression (oft endogene Form!), wenn die geforderten Zuwendungen ausbleiben. Es entsteht von neuem die Ungeborgenheit und die Angst zu leben. Die Gefahr dieser Konstellation ist, dass man ewig Kind bleibt. Als Erwachsener ist man daher oft unfähig, notwendige Ablöseprozesse z.B. vom Partner zu vollziehen, d.h. die scheinbare Geborgenheit aufzugeben. Erst wenn ein neuer Partner bereitsteht, wird der Sprung vollzogen. Oft wird auch bei nur geringer emotionaler Vertrautheit eine Verbindung schnell zur Ehe (Sicherheitsprothese).

Männer suchen oft das “unberührte Mädchen“, aus Angst, von einer „richtigen“ Frau emotional verschlungen zu werden. Oft entstehen Entfremdungsgefühle von der eigenen Frau, wenn diese schwanger ist. Man sieht sich im Neugeborenen wieder und hat Angst, die Liebe der Frau an das Kind abtreten zu müssen. Das eigene Kind wird zur Konkurrenz! Frauen haben wie die Männer Angst vor emotionaler Nähe, obwohl sie sie dauernd suchen. Das Verhältnis zur eigenen Weiblichkeit ist oft gestört, die Fürsorglichkeit dem Partner oder den Kindern gegenüber wird übertrieben. Mond/Saturn deutet vielfach auf den klassischen Mutterkomplex hin.

Zusammenfassung:

Wahrscheinlich depressive Mutter, die „Ungeborgenheitsgefühle“ auf das Kind überträgt. So entsteht Angst vor dem Geboren-Werden und Leben-Müssen. Man kann sich  wenn überhaupt  nur schwer von der Mutter lösen. Es besteht die Möglichkeit einer klassischen Mutterstörung.

Bei einem männlichen Kind entwickelt sich im Laufe des Lebens die Hemmung, Frauen gegenüber nicht frei auftreten zu können („die Mutter ist (unbewusst) immer dabei“). Ehen sind durch „Mutter-Sohn-Beziehungen“ charakterisiert. Der erwachsene Mann sucht  aus der Angst, selbst geboren zu werden und zu leben  die starke Frau, die ihm die Richtung weist und ihm eine Ordnung garantiert, die Lebenssicherheit vermittelt. Dies kann auf Zeit (vor allem bei schweren Fällen von Mutterfixiertheit) wichtig sein, doch irgendwann muss der Mann ohne Hilfe „laufen lernen“. Überlegene Verhaltensweisen sind trügerisch. Oft strahlen die Männer eine Sicherheit aus, die ihnen anerzogen wurde  oder die sie sich aus kompensatorischen Gründen „selbst anerzogen haben“. Trügerisch ist diese Sicherheit auch, weil die Männer aufgrund einer Mutterstörung vor allem in jungen Jahren von ihrer „Anima“, ihrem weiblichen Seelenanteil, getrennt wurden und in diesem Sinne zur Ganzheit, die allein wahrhafte Stärke bewirkt, nicht fähig sind.

Für Frauen bringt die Mutterstörung vor allem die latente Angst mit sich, als Frau nicht angenommen zu werden. Die Spannweite reicht von leichten Komplexen bis zu schweren Hingabe- und Empfindungsstörungen und -verlusten. Es ist aus dem Geburtsbild allein nicht abzulesen, wie die innere Problematik des Nicht-geboren-werden-Wollens, eine also bis in vorgeburtliche Zeit reichende Problematik, bewältigt werden kann. Psychologen (vor allem an C.G. Jung orientierte) nennen eine solche Situation zuweilen „Kernneurose“. Dies meint, dass ein Urkonflikt wegen seines existenziellen Charakters ein Leben lang bleibt und im besten Falle als Entwicklungsreiz dient („das Positive der Neurose“).

Männer und Frauen müssen jedoch immer versuchen, die unwiederbringlich verlorene Liebe der Mutter sich selbst geben zu lernen und dürfen nicht, wie so oft, andere als „Zulieferer“ sehen (man läuft dann „wie noch mit der Nabelschnur behaftet“ herum). Letzteres erfolgt in den seltensten Fällen bewusst. Und durch den frühkindlichen Mangel ergibt sich zudem eine paradoxe Situation: Man sucht sehnsüchtig nach Liebe, doch wenn sie einem begegnet, hat man Angst vor ihr. Die fehlende Erfahrung verunsichert zutiefst. Bei keiner Problematik ist aber die Chance, zu wirklicher menschlicher Größe zu gelangen, größer als bei dieser!

Entwicklungsaufgabe:
Lernen, nicht andere zu benutzen, um Empfindungsverluste auszugleichen.

 

Radix-Trigon Jupiter und Uranus. In niedriger Ausprägung ergibt sich das Konstellationsbild

Jupiter / Uranus - DIE LEICHTIGKEIT DES SEINS

Achtung: Aktueller Uranus-Transit Konjunktion Radix-Jupiter am 05.01.2005!
Dieses Konstellationsbild wird dadurch in hoher Ausprägung im Radix aktiviert ...

Transitierender Uranus in 04° 5' 48" Fische, Radix-Jupiter in 05° 4' 29" Fische
Aktuelle Transitexaktheit: 83.7% bezogen auf den eingestellten Orbis

Auswirkungen und Ursachen:

Die mundane Sextilverbindung und der beiderseitige Yang-Charakter bedingen die relative Harmlosigkeit der Konstellation, z.T. sogar eine Aufhellung des Horoskopes. Die joviale Gefahr der Übertreibung aller Ausdrucksvorgänge war hier zusätzlich überhöht.

Die präerwachsene Situation ist in der Regel von “leerem Überfluss“ gekennzeichnet, häufig neigte die Mutter (ev. auch der Vater) zu Hysterie (hier im Sinne einer Ausdrucksübertreibung), man war “absurd euphorisch“, für andere kaum verlässlich, ein Leben von der Hand in den Mund.

Die Aufhebung der Sinnfragen assoziiert sich hier durch den “schnellen Spaß am Leben“ (siehe auch die Komikerkonstellation). Man fliegt über den Dingen, will nirgends landen, sich einlassen. Trotz dieser Ausprägungen können auf höherem Niveau Härten des Horoskops ausgeglichen werden. Leitwort: Aus der Not eine Tugend machen.

Die Freude, die der Konstellation innewohnt kommt vor allem bei höherem Entwicklungsniveau voll zum Tragen und vermittelt dem Horoskopeigner ein Gefühl heiterer Gelassenheit, in der die Dinge des Lebens immer einen Funken Hoffnung bewahren, selbst wenn das Tal sehr finster ist...

Zusammenfassung:

„Alles ist möglich. Nichts ist möglich.“ Ziellosigkeit in weltanschaulichen Auffassungen charakterisiert in der Kindheit die Eltern. Der erwachsene Mensch lebt oft selbst auch ohne gefestigte Lebensanschauung, ist standpunktlos. Es besteht bei Ausdrucksvorgängen die Gefahr der Übertreibung.

Kindheit und Jugend sind in der Regel durch leeren Überfluss gekennzeichnet. Häufig neigt die Mutter, manchmal auch der Vater zu Ausdrucksübertreibungen bis hin zu absurd euphorischem Verhalten (ähnlich den Vorformen der Hysterie). Man erscheint anderen als wenig verlässlich und führt ein Leben „von der Hand in den Mund“. Der Relativierung von Sinnfragen korrespondiert der schnelle Spaß am Leben (Komikerhaftigkeit). Man schwebt über den Dingen, will nicht landen, sich nicht einlassen. Trotz solcher Ausprägungen sind Entwicklungsniveaus möglich, auf denen Intuitionen aus beklemmenden Situationen retten können.

Entwicklungsaufgabe:
Lernen, gewonnene Einsichten auch selbst zu nutzen.

Kapitel III   
Neptun

- Die eigene Klarheit im Leben entwickeln
und im Hier-und-Jetzt sein -

 Radix-Neptun im 4. Quadranten

DEM METAPHYSISCHEN UND DER HÖHEREN ORDNUNG FOLGEN UND DIENEN

Bei dieser Konstellation geht es darum, Gewissheit aus erlebter, feinstoffliche Erfahrung zu erlangen. Man befindet sich sehr häufig im Reich jenseits aller bekannten und gemachten Gesetze, einem Reich ohne Folgerichtigkeit und des überpersönlichen Rechts. Auf diesem Hintergrund lebt man absolut amoralisch, tabulos. Normen und Gesetze im Realen werden deshalb entweder vollkommen missachtet oder (aus Angst vor der eigenen Anlage-Wirklichkeit) zum Lebensmaßstab gemacht, ohne dass man im Zweifelsfall an sie glaubt. Zeit spielt eine große Rolle. Normalerweise wird sie als in die Zukunft und damit als in eine Richtung fließender Strom gesehen. Für den Menschen dieser Konstellation wird aber ihre Relativität (auch Polarität) „offenbar“, sie fließt vor und zurück, findet neben Quantität auch Qualität. Möglicherweise wird, wenn die Polarität „sich selbst aufhebt“, Zeit als „nicht-existent“ erkannt, buchstäblich als Einbildung „entlarvt“. Zeit wird zum Bild: „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft waren, sind und werden immer eins sein“. Derartige Zeiterfahrungen bringen generell eine Verfeinerung des Zeitbegriffes mit sich. Ob man dadurch unter einer Verunsicherung des Zeitgefühls zu leiden hat, entscheidet ihr anlagebedingter Entwicklungsstand.

Man leidet bisweilen unter Schwindelanfällen, oft dann, wenn man nach oben schaut und ohne sichere Begrenzung steht. Es zeigt sich die „Übermacht des Himmels“, die Übermacht dessen, was keinen menschenähnlichen Namen hat und nicht benannt werden kann. Wenn es den Menschen überfällt, weicht die Realität und Schwindel tritt auf. Je nach Stärke korrespondiert dem Symptom eine unterschiedlich ausgeprägte Realitätsflucht. Diese vollzieht sich nicht in bestimmbaren Kontexten (also zum Beispiel durch Drogen, Lähmung der Reaktion auf Notwendigkeiten etc.), sondern unbestimmt, im Verborgenen. Versuche, das Geschehen zu erklären, scheitern in der Regel an der oftmals inneren Anteilnahmslosigkeit des Betreffenden. Dieses Nicht-Anteil-Nehmen-Wollen ist aber nur das Bild für die fundamentale und tief sitzende innere Abspaltung vom Lebensnerv der eigenen Wirklichkeit. Deren Verdrängung wird Realität. Da Verdrängung und Wiederkehr des Verdrängten zusammengehören (angstauslösende Impulse  und damit die Angst selbst  werden „ausgeschaltet“, kehren aber in ängstlicher Apathie wieder), ist man den Umständen ausgeliefert, ohne sich wehren zu können (und wehren zu wollen). Die Anlage dieser Konstellation bewirkt: Erst, wenn man lernt, zur eigenen Wirklichkeit zu stehen, wird man frei; die „Ordnung“ des Wirklichen, des Chaos, ist (konsequenterweise) „unvernünftig“; die menschliche Vernunft wird gegen die „Vernunft“ des Himmels eingetauscht. Auf hoher Entwicklungsstufe kann der derartig veranlagte Mensch aber an eine „Höhere Vernunft“ (die ordnende Macht des Chaos) glauben, weil er frei ist von Bindung an irdische Maßstäbe.

Das setzt ein besonders beschaffenes (für hochfrequente Schwingungen empfängliches) Nervensystem voraus. Ist die Anlage vorhanden, die Beschaffenheit des Nervensystems aber ungeeignet oder nur eingeschränkt geeignet, dann zeigt sich die Anlage gegebenenfalls in „schwachen Nerven“, da diese die Reize nicht angemessen aufnehmen und übertragen können.

Dieser Grundwesenszug zeigt sich ausdifferenziert in folgenden Neptun-Konstellationen:

Radix-Trigon Mond und Neptun. In niedriger Ausprägung ergibt sich das Konstellationsbild

Mond / Neptun - AM ANFANG UND AM ENDE IST ALLES EINS

Achtung: Aktueller Neptun-Transit Trigon Radix-Mond am 05.01.2005!
Dieses Konstellationsbild wird dadurch in niedriger Ausprägung im Radix aktiviert ...
Transitierender Neptun in 13°59' 56" Wassermann, Radix-Mond in 14°59' 18" Zwillinge
Aktuelle Transitexaktheit: 71.7% bezogen auf den eingestellten Orbis

Auswirkungen und Ursachen:
Identifikation heißt, sich mit etwas verbinden, was mir gleich ist. Da man in den ersten Jahren geschlechtslos lebt, obwohl man geschlechtlich ist, wird man sich zunächst mit dem identifizieren, was gleichgeschlechtlich ist. Weil die äußeren Situationen den inneren Zuständen entsprechen, wird sich das Kind hier mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil (Außen-Ich) identifizieren.

Da bei Neptun-Mond aber immer die fehlende Eigenempfindung notwendig ist um das Überleben zu sichern, ist diese Identifikation mit Vater / Mutter eigentlich eine Konkurrenz. Mit der Konkurrenzsituation ergibt sich gleichzeitig die Parteinahme für das gegengeschlechtliche Elternteil und somit die klassisch ödipale Situation (resultierend: Gefahr des Vater/Mutterkomplexes). Das Kind unterdrückt in der Folge die eigene Geschlechtlichkeit, was beim Erwachsenen zu seelisch bedingten Störungen im Partnerbereich führen muss.

Andererseits bedingt die Hypersensibilität hier starke idealistische, mystische oder intuitive Neigungen. Wenn der Mensch sich im Älterwerden “aus dem Formlosen in eine Stabilität“ bringen kann, dann wird sein Hunger nach emotionaler Nahrung (Mond) und lebendigen Bildern aus sich befriedigt. Ansonsten bleibt die Gefahr der Selbsttäuschung im Leben bestehen.

Zusammenfassung:
Das gleichgeschlechtliche Elternteil sieht im Kind aufgrund wesensmäßiger Ähnlichkeiten eine Konkurrenz. Das Kind „tarnt“ sich deshalb (auch „hormonell“). Es kommt zu einer „nicht-geschlechtsspezifischen Entwicklung“ in Seele, Geist und Körper. Der Erwachsene fühlt sich daher Geschlechtsgenoss(inn)en oft unterlegen. Identifikation heißt, sich mit etwas verbinden, „was mir gleich ist“. Obwohl man geschlechtlich ist, lebt man in den ersten Jahren quasi „geschlechtslos“. Daraus folgt eine Neigung zur Identifikation mit gleichgeschlechtlichen Bezugspersonen, mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil (Außen-Ich). Weil aber fehlende Eigenentwicklung als Schutzmechanismus notwendig ist, um das Überleben zu sichern, ist diese Identifikation mit Vater oder Mutter eigentlich eine Konkurrenz.

Aus der Konkurrenzsituation ergibt sich parallel die Parteinahme für das gegengeschlechtliche Elternteil und damit die klassische ödipale Situation (Resultat: Gefahr des Vater- oder Mutterkomplexes). Das Kind unterdrückt die Entwicklung der eigenen Geschlechtlichkeit, was beim Erwachsenen unter anderem zu seelisch bedingten Störungen von Partnerschaften führt. Andererseits bedingt im Rahmen dieser Konstellation Hypersensibilität starke idealistische, mystische oder intuitive Neigungen. Wenn der Mensch im Älterwerden Formlosigkeit in Stabilität verwandelt, kann er seinen Hunger nach emotionaler Nahrung und nach lebendigen Bildern aus sich selbst heraus befriedigen. Ansonsten bleibt die Gefahr der Selbsttäuschung ein Leben lang bestehen.

Entwicklungsaufgabe:
Gewissheit entwickeln, dass das eigene Naturell ungestraft gezeigt werden kann.

 

Radix-Opposition luftige Venus und Neptun. In hoher Ausprägung ergibt sich das Konstellationsbild

Luft-Venus / Neptun - ICH ERTRÄUME DICH MIR

Achtung: Aktueller Neptun-Transit Sextil Radix-Venus am 05.01.2005!
Dieses Konstellationsbild wird dadurch in niedriger Ausprägung im Radix aktiviert ...
Transitierender Neptun in 13°59' 56" Wassermann, Radix-Venus in 14°13' 15" Widder
Aktuelle Transitexaktheit: 88.9% bezogen auf den eingestellten Orbis

Auswirkungen und Ursachen:
Neptun verwandelt durch Auflösung oder Erlösung. Dabei bleiben jedoch die feinen Umrisse des Ehemaligen erhalten, gleichsam als Schatten der orientiert. Diese Menschen empfinden menschlichen Kontakt als fundamentale Lebensnotwendigkeit aber auch als fundamentale Problemquelle.

Die frühkindliche Situation war häufig gekennzeichnet von stark labilen, undurchsichtigen oder dem Kind unerklärt gebliebenen Interaktion zwischen Vater und Mutter. In manchen Fällen war ein Elternteil auch überhaupt nie anwesend.

Man ist verunsichert und wird sich später nie innerlich einlassen“. Es ist dies der Aspekt der enttäuschten Liebe. Man muss lernen, sein überzogenes Liebesideal auf viele Menschen zu streuen, damit der jeweilige Partner nicht unter Last der Projektionen zusammenbricht.

Venus ist Liebe im Sinne geistiger Regung zum Nicht-Ich, Neptun ist All-Liebe. Die Sexualität muss langsam in ihrem körperlichen Aspekt erarbeitet werden. Die Phantasie treibt einen vom Partner weg, man bleibt in Sehnsucht unerfüllt.

Die Fähigkeit, sich für den anderen aufzuopfern, zahlt sich hier oft nicht aus, denn der Partner hat oftmals unaufrichtige Züge, die verborgen bleiben.

Allgemein muss man sich um Realismus innerhalb der persönlichen Beziehungen bemühen. In eigener Unsicherheit zieht man sonst Menschen an, die enttäuschen.

Zusammenfassung:
Aufgrund unausgesprochener (weil oft auch undurchsichtiger) Beziehungsprobleme der Eltern fehlt dem Kind die Unterscheidungsfähigkeit bei partnerschaftlich relevanten Vorgängen. Es kommt in der Folge zur Suche nach dem Traummann oder der Traumfrau. Realitätssinn in Beziehungen ist sehr wichtig, um die Bereitschaft, enttäuscht zu werden, abzubauen. Andere Menschen erscheinen gleichsam als „orientierende Schatten“. Man empfindet menschlichen Kontakt als fundamentale Lebensnotwendigkeit, aber auch als fundamentale Problemquelle.

Frühkindliche Situationen sind häufig gekennzeichnet durch Interaktionen zwischen Vater und Mutter, die dem Kind unerklärlich bleiben, undurchsichtig sind und von einer vornehmlich geistigen Labilität der elterlichen Beziehung zu zeugen scheinen. Möglicherweise ist ein Elternteil dauernd abwesend. Der Mensch bleibt verunsichert, lässt sich „innerlich nicht ein“ und leidet an enttäuschter Liebe. Es ist wichtig, die Ansprüche eines übersteigerten Liebesideales auf viele Menschen zu verteilen, damit der jeweilige primäre Partner nicht unter der Last der Projektionen „zusammenbricht“.

Sexuelle Körperlichkeit muss langsam entdeckt werden. Die Fantasie treibt den Erwachsenen vom Partner weg, Sehnsucht bleibt unerfüllt. Die Fähigkeit, sich „für den anderen aufzuopfern“, findet oft keine Resonanz, denn den Partner charakterisiert oftmals verborgen bleibende Unaufrichtigkeit. Generell gilt es, sich in persönlichen Beziehungen um Realismus zu bemühen. Bei eigener Unsicherheit zieht man sonst Menschen an, die einen  gemessen an den eigenen Idealen  immer wieder enttäuschen.

Aufgaben:
Den Mut entwickeln, Liebe als All-Liebe zu leben.

 

Radix-Quadrat erdiger Merkur und Pluto. In hoher Ausprägung ergibt sich das Konstellationsbild

Erd-Merkur / Pluto - MIR ENTGEHT NICHTS

Achtung: Aktueller Pluto-Transit Quincunx Radix-Merkur am 05.01.2005!
Dieses Konstellationsbild wird dadurch in niedriger Ausprägung im Radix aktiviert ...
Transitierender Pluto in 22°53' 12" Schütze, Radix-Merkur in 21° 7' 35" Stier
Aktuelle Transitexaktheit: 12.0% bezogen auf den eingestellten Orbis

Auswirkungen und Ursachen:
Diese Konstellation kann sehr vielfältig sein. Häufig ist ein Ausgeliefertsein an die eigene wirklichkeits-fremde Vorstellung beobachtbar. Ebenso ist die Wahrnehmung nur auf das gerichtet, was der Vorstellung entspricht. Man könnte es “echte selektive Wahrnehmung“ nennen.

Es ergibt sich daraus die Gefahr, sich Bilder der Lebensumstände zu machen, die grotesk sind. Häufig sind diese Menschen auch sehr an die jeweiligen widrigen Umstände angepasst (ausgeliefert), wobei die Anpassung sogar eifrig nach Plan (Pluto) betrieben wird. Der “Ernüchterungstrieb“ der Jungfrau (der gegenüberliegende Fisch ist selten nüchtern) kann hier letztlich dazu führen, dass man (schon wie die Eltern) dem Leben mit all den Unberechenbarkeiten nicht traut. Man wird derart vernünftig “an der Luft der Vernunft getrocknet“, dass Leben keine Chance hat.

Pluto als die reine Idee von etwas und Jungfrau als “Schmutzverdränger“ des Tierkreises ergeben in Kombination häufig Reinheitszwänge (Interessant: Deutsches Brauerei-Reinheitsgebot mit Pluto in 6). Reinheit muss jedoch im Innen angelegt sein.

Zusammenfassung:
Frühkindliche Lebensumstände zwingen dem Kind aufgesetzte Anpassungsmechanismen auf. Es kommt zu selektiver Wahrnehmung: Vor allem diejenigen Umweltmodalitäten, die man selbst beherrschen kann, werden Gegenstand der Aufmerksamkeit. Angst vor der Macht anderer geht damit einher.

Häufig ist der Mensch wirklichkeitsfremden Vorstellungen ausgeliefert, die er entweder übernommen oder selbst produziert hat. Wahrgenommen wird nur, was im Rahmen der eigenen Vorstellungswelt erwartet wird. Es entsteht echte selektive Wahrnehmung. Diese bringt die Gefahr mit sich, dass man sich groteske Bilder von den eigenen Lebensumständen macht. Kein Widerspruch hierzu ist, sich widrigen Umständen geradezu „auszuliefern“, wobei Anpassung bisweilen sowohl mit Eifer als auch nach Plan betrieben wird. Ernüchterungsdrang kann letztlich dazu führen, dass man (wie schon die Eltern) dem Leben mit all seinen Unberechenbarkeiten nicht traut. Vernünftigkeit dominiert so („man wird an der Luft der Vernunft getrocknet“), dass „das ganze Leben“ keine Chance hat, sich zu entfalten. An die Stelle innerer Reinheit und an die Stelle des Gefühls „mit sich selbst im Reinen zu sein“ (im Sinne von Psychohygiene), treten äußerliche Reinheitszwänge.

Entwicklungsaufgabe:
Das Ausgeliefertsein und seine Bewegungslosigkeit überwinden.
 

Radix-Trigon luftige Venus und Pluto. In niedriger Ausprägung ergibt sich das Konstellationsbild

Luft-Venus / Pluto - MIT ALLEM BEGEHRLICH VERBUNDEN

Auswirkungen und Ursachen:

Da Waage das Prinzip der austauschbaren Beziehungen und Skorpion die feste Bindung ist, werden im Verlauf des Lebens mehrere und jeweils dauerhafte Beziehungen eingegangen. Es ergibt sich die Mischung beider Prinzipien.

Selten sind Menschen mit dieser Anlage der Ansicht, Beziehungen könnten auch „leicht und unbeschwert“ sein, denn ihre Erfahrung lehrt sie anderes. Im Gegenteil: Beziehungen scheinen an sich ein Problem darzustellen insofern, als fast immer Machtspiele in jeder Intensität und mit zum Teil leider auch ruinösen Folgen für die Betroffenen entstehen können.

Erst in der entwickelten Form dieser Anlage ist man bereit, dem anderen und sich selbst gegenüber eine Toleranz zuzugestehen die es ermöglicht, Liebesbeziehungen nicht nur als Schlachtfeld sondern als Förderung und positive Inspiration der Beteiligten zu erleben.

Zusammenfassung:
Partnerschaftliches Verhalten nimmt das Kind als subtil strukturiertes Verhältnis von Macht und Ohnmacht wahr. Es sieht die Eltern gleichsam in vertauschbaren Rollen, als Täter und Opfer. Dies ist Grund für die Entstehung des Machtkomplexes. Es hindert nicht, trotz der Vielseitigkeit im Denken auf inhaltliche (auch qualitativ richtige) Unterscheidungen und Unterschiede zu achten, auch bei Begegnungen mit Menschen.

Dabei ergeben sich jedoch aufgrund der frühkindlichen Geschichte oder der karmischen Vorgeschichte die größten Probleme. Eheähnliche Verhältnisse setzen sich durch: Man bindet sich an andere, tut es aber doch nicht „ganz“. Vollzieht sich dies unbewusst, so ist es möglich, dass man sklavisch am anderen hängt  oder ihn (auch aus sadistischen Motiven) an sich bindet, obwohl man ahnt, dass dies der gemeinsame Untergang sein könnte. Derartig finden sich häufig Machtkomplexe widergespiegelt, die Ursache für große, in geistigem Starrsinn begründete emotionale Schmerzen sein können. Ist der Mensch von ihnen betroffen, so muss er lernen, den anderen aus seiner eigenen Vorstellungswelt und seinen Phantasmen zu entlassen, den anderen somit loszulassen.

Entwicklungsaufgabe:
Lernen, die Mündigkeit des Partners und seine Ideen zu akzeptieren.

 

Alle Anlagen dieses Geburtsbildes werden letztlich verwirklicht von einer

Radix-Sonne im 3. Quadranten

DEM GEISTIGEN UND DER MENSCHLICHEN BEGEGNUNG SEIN LEBEN WIDMEN

Das Verhalten, welches das Anlagepotenzial dieser Konstellation in Erlebnissen dem Bewusstsein zugänglich macht, ist generell von außen gesteuert: Zum Verwirklichen der eigenen Anlagen werden andere Menschen und Ideen benötigt. In extremen Fällen führt das zu Ich-Flucht, zu ständigen körperlichen, geistigen und seelischen Aufenthalten bei anderen. Eine damit verbundene Vernachlässigung der eigenen Person kann zu einer latenten depressiven oder leicht melancholischen Grundstimmung führen, als „Bild der Trauer um das verlorene (oder zu selten empfundene) eigene Wesen“.

Man sollte sich um einen Ausgleich, um eine Nachentwicklung persönlicher Bedürfnisse und Ansprüche bemühen und die Gefahr des Abhängigwerdens von anderen nicht unterschätzen.

Da das eigene Verhalten bei solcher Konstellation auf das Entgegenkommende, somit auf das Nicht-Ich gerichtet ist, wird auch die Vorstellbarkeit der Dinge zur Verhaltensmotivation werden. „Vorstellung“ selbst ist als „geistiges Bild“ etwas Begegnendes, taucht scheinbar außerhalb der Person auf, existiert scheinbar dort und wird so zum „Gegenstand“ der Orientierung. Die die Person orientierenden Bilder der Vorstellung können aber in einem großen Widerspruch zu den wirklichen Notwendigkeiten des Menschen dieser Konstellation stehen, da „sich das Verhalten ja außerhalb der Person motivieren lässt“. Ob also das Begegnende damit der Orientierung für die eigene Person zuträglich ist, ist stets zu prüfen.

Die Erfahrung zeigt, dass solche Prüfung aus Unkenntnis der Notwendigkeiten (manchmal durch Leugnen der Notwendigkeit) ausbleibt. In der Folge lebt man fremdbestimmt, also auch „in der Vorstellung anderer“. Eine umfassendere und grundsätzlichere Art der Nicht-Selbstverwirklichung ist kaum möglich.

Andererseits kann das Verhalten eines derart veranlagten Menschen für andere Menschen (vor allem bei positiven Anstößen) häufig sehr hilfreich sein. Ein Verhalten, das andere braucht, kann diesen anderen auch dienen. Insofern ist es wichtig zu prüfen, mit wem Lebensabschnitte geteilt werden. Es liegt in der Konstellation begründet, dass bei ihr die Spanne der zwischenmenschlichen Probleme von „Ausgenutztwerden durch andere“ bis zu „aufopfernder Liebe für andere“ reicht. Generell wird nicht gehandelt, ohne bewusst oder unbewusst die Reaktion der anderen auf das eigene Verhalten „zu bedenken“.

 

Schlussbemerkung

 

Reaktionen beim Lesen und Reflektieren:

Es ist zu bedenken, dass vor allem Aussagen, die subjektiv als negativ empfunden beziehungsweise als falsch abgelehnt werden, in sehr vielen Fällen der Anlagewirklichkeit dennoch sehr nahe kommen. Die Ablehnung von Aussagen macht nie die Aussage als solche „falsch“. Das Unter- und Unbewusste eines Menschen wird von astrologischen Beschreibungen der vorliegenden Art normalerweise intensiv angesprochen. Deshalb sind heftige Reaktionen erklärlich. Eine betonte Abwehr ist oft ein typischer Hinweis darauf, dass eine Aussage auf ein verdrängtes seelisches Problem gestoßen ist und dass die zu analysierende Person mit ungeliebten oder ungelebten Anteilen konfrontiert wurde.


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Diese Website wurde zuletzt aktualisiert am 21.02.05