|















|
|
Diese Seite gehört eigentlich
zum Astrologiekurs (für Fortgeschrittene)
Halbsummen
im Horoskop
... auch Halbdistanzpunkte genannt
(englisch Midpoints) ergeben überraschende Aussagen, die
mit üblichen Aspekten im Horoskop nicht gefunden werden.
Halbsummen gibt es beim Grundhoroskop, bei
Transiten,
Progressionen, Partnerhoroskopen und anderen.
Sie werden auch in der
Mundanastrologie
mit guten
Ergebnissen verwendet.
|
Halbsummen
-
aus
dem KdG von Ebertin.
Neben den Beziehungen zweier Deutungsfaktoren (Aspekte,
Transite usw.) wurde noch eine Erweiterung durch einen dritten
Faktor geschaffen: durch die Einbeziehung der Halbsummen der
Gestirne. Diese werden auch Halbdistanzpunkte oder
Schnittpunkte (englisch Midpoints) genannt. Wie der Name sagt,
steht hier ein Deutungsfaktor in der Mitte, in der halben
Entfernung oder - mathematisch ausgedrückt - in der halben Summe
von zwei anderen.
Die Verwendung solcher Halbsummen ist nicht neu, sie läßt sich
schon in der Korrekturmethode des Guido Bonati (geboren um 1230
in Cascia bei Florenz), des berühmten Hofastrologen Kaiser
Friedrich II., nachweisen. Ferner spricht Alan Leo, ein
bekannter englischer Astrologe und Begründer der später von
Charles E.O. Carter, London, herausgegebenen Zeitschrift Modern
Astrology, vom Mittelpunkt zwischen zwei Planeten, der durch ein
dirigiertes Gestirn erreicht wird.
Frank Glahn schreibt, daß er die erste Kenntnis von den
»Schnittpunkten« von Albert Kniepf, einem besonders befähigten
Astrologen, erhielt, dessen Schriften um 1900 in Hamburg
erschienen sind. Alfred Witte, der Begründer der Hamburger
Astrologenschule, ist nach Glahn ebenfalls von Kniepf über diese
Arbeitsweise unterrichtet worden und hat das Verdienst, sie
unter der Bezeichnung Planetenbilder in die moderne Astrologie
eingeführt zu haben. Witte unterscheidet drei Arten von
Planetenbildern: |
1. die Halbsummen, bei denen ein
Gestirn in der Mitte von zwei anderen steht, z.B.:

2. mehrere Halbsummen mit einer gemeinsamen
»Achse«, z.B.:

wobei es nicht notwendig ist, dass ein Gestirn in der
Mitte bzw. in der Achse steht,
3. ein Gestirn steht in einem 45°, 90° oder 135°-Winkel
(nicht aber 30°- oder 60°-Winkel) zu einer Halbsumme,
z.B.:
 |
Bei dem letzten Beispiel handelt es sich um indirekte
Planetenbilder, weil das dritte Gestirn nicht in der
Mitte, sondern in einem Winkel zu der Halbsumme steht.
Die Verbindung der Gestirne zu Planetenbildern drückt
Witte in Gleichungen aus, wonach Beispiel 2) lauten
würde:
Sonne + Mond - Mars = Jupiter
Daneben hat sich auch die Schreibweise mit dem
"Bruchstrich" eingebürgert, die einfacher und
verständlicher ist. Der Bruchstrich deutet hierbei die
halbe Summe an. Danach würden obige Beispiele
folgendermaßen geschrieben werden:
1. Jupiter = Sonne/Mond
2. Sonne/Mond = Mars/Jupiter
3. Jupiter Quadrat Sonne/Mond
Texte
KdG © Ebertin-Verlag |
Zum Seitenanfang
|
|